Gretel Loher-Schmeck (1907 Augsburg – Frotzhofen/bei Anzing – Ebersberg 2003)
Frühlingsblumen
Öl auf Leinwand,
unten links monogrammiert : G.L.S.
Wohl nach 1945.
In der Literatur finden sich zwei Blumenstücke zum Vergleich, die beide mit 1947 datiert werden.
Siehe : Kristina Kargl, Natascha Niemeyer-Wasserer, Heinz Runte (Hg.) : Joseph Loher und Gretel Loher-Schmeck. Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation. – Neustadt/Aisch 2003, Abb. Nr. 81 und 82
Darstellung/Keilrahmen: 61 × 50 cm
Rahmen : 73 × 61 cm
- Im Bereich der Signatur (Buchstabe „S“) Bereibung (s. Abb.).
- Die Malfläche angestaubt sowie etwas altfleckig;
eine leichte Reinigung wäre wohl angebracht.
- Der Rahmen, mit kleineren Absplitterungen und merklich geöffneten Gehrungen,
wurde – naheliegend – von der Künstlerin selbst an Innenkante farblich übergangen.
Die Farbreste auf der Leinwandrückseite zeigen an, dass hier eine (ältere) Leinwand wiederverwendet wurde.
Vom knappen Malmaterial bis hin zur Motivauswahl – erst noch ganz vereinzelt und zart blüht das Leben wieder auf – spiegelt sich sich Bedürftigkeit und Stimmung in der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Vita : „Die Künstlerin Gretel Schmeck wurde 1907 im Philippine Welser-Haus in Augsburg als erste Tochter des Arztes Dr. Hermann Schmeck und seiner Ehefrau Veronika geboren. Die Eltern förderten schon früh das künstlerische Talent der Tochter durch private Klavierstunden und Kunstmappen alter Meister. Die bildende Kunst und die Musik beschäftigten sie nachhaltig. Nach dem Abitur 1926 entschied sich Gretel Schmeck jedoch nach langem Überlegen gegen eine Laufbahn als Pianistin. Stattdessen wählte sie das Studium der Mathematik und Physik. Bereits nach einem Jahr wechselte sie wiederum an die Technische Hochschule nach München in das Höhere Zeichenlehramt. Dort lernte sie den Künstler Joseph Loher, ihren späteren Mann kennen. Gretel Loher-Schmeck unterrichtete nach dem Staatsexamen einige Jahre an der Berufs- und Handelsschule in Augsburg. Sie war Mitglied im Augsburger Kunstverein und stellte bis 1938 dort aus. 1933 trat sie mit ihrem Mann in die Akademieklasse von Karl Caspar ein. Das kleine Œuvre ihrer Ölbilder stammt aus dieser für die Künstlerin prägenden Phase der 30er Jahre.
Erste Erfolge konnte die Künstlerin 1934 verbuchen, als sie ihre Lithografie „Fränkisches Mädchen“ in der Neuen Pinakothek in München ausstellte. Auch im Augsburger Kunstverein wurden ihre Arbeiten geschätzt. Es folgten zahlreiche Exkursionen in die Gegend um Murnau, an den Chiemsee und in die Berge. Die hier entstandenen Ölbilder zählen neben ihren Kinderbildern zu den Höhepunkten in Gretel Loher-Schmecks Werk. 1937 verließ sie aus Solidarität mit ihrem von den Nationalsozialisten verfemten Lehrer Karl Caspar (Entartete Kunst) die Münchner Kunstakademie. Nach 1940 begann für die aus großbürgerlichen Verhältnissen stammende Malerin nicht nur ein Leben auf dem Lande, sondern auch der Abschied von der Ölmalerei. Um die Familie, der Sohn Martin war 1938 geboren, als Selbsternährer mit gehaltenen Hühnern, Gänsen und Ziegen zu versorgen, blieb der Künstlerin fortan nur noch Zeit für Skizzen im nahegelegenen Ebersberger Forst oder später auf Reisen in Rom. Ihr Mann nahm diese Zeichnungen häufig als Vorlage für seine Ölbilder. Im Jahr 2003 starb Gretel Loher-Schmeck kurz vor ihrem 96. Geburtstag.“ (Wikip.
Für Alter und Echtheit garantieren wir!
Ein Versand des Gemäldes ist nicht vorgesehen.
Wir liefern jedoch im Umkreis von 30 km (Standort: Wasserburg/Inn) kostenfrei/persönlich.
750 EUR