Alexandra von Berckholtz (1821 Riga/Lettland-1899 München) : Rosen. - Öl/Leinwand, 1887

Alexandra von Berckholtz (1821 Riga/Lettland-1899 München)

Rosen

Öl auf Leinwand,
diese nochmal (alt) auf leinwandbespannten Keilrahmen aufgezogen,
unten rechts signiert und datiert : A. v. Berckholtz 1887.

Bildmaß : 22,5 × 31,5 cm
Keilrahmen : 23,5 × 33 cm
Rahmen : 39 × 47 cm

Das duftige, kleine Gemälde in sehr ansprechender Gesamterhaltung.
Der Rahmen der Zeit (vielleicht sogar der Originalrahmen) passend und gepflegt erhalten.

Signatur und Datierung, die tief in die Farbumgebung eingebettet sind, wurden zur besseren Sichtbarmachung mit Photoshop hochgezogen, wodurch ein unnatürliches Knallrot erscheint. Die vorausgehende Abb. liegt näher an der Originalfarbe.

Vita : Die Familie wanderte 1825 von Riga aus u. ließ sich nach 5 Jahren in Baden nieder. Die Malerin wuchs weiterhin auf in Karlsruhe sowie auf Schloss Ortenberg (bei Offenburg), welches ihr Vater, Baron Gabriel Leonhard v. Berckholtz (1781–1863), von 1833 bis 1843 durch Friedrich Eisenlohr wieder aufbauen ließ. Ihre künstl. Ausbildung erhielt sie u.a. 1841 bei Louis Wagner in Karlsruhe, 1848 bei Joseph Nicolas Robert-Fleury in Paris u. 1854 bei dem hohenzollernschen Hofmaler Richard Lauchert (Karlsruhe). Vermutl. war sie auch Schülerin v. Franz Xaver Winterhalter, Ludwig des Coudres u. Hans Canon. Berckholtz richtete sich ein Atelier auf einem Turm des Schlosses Ortenberg ein, dem sogenannten Malerturm. 1865 ging sie nach München, wo sie von Franz von Lenbach, Vertretern der Piloty-Schule wie Alexander von Liezen-Mayer, der Blumenmalerin Therese Hegg und dem Stilllebenmaler Adam Kurz beeinflusst wurde. Sie malte vor allem repräsentative Persönlichkeiten der Gesellschaft wie auch Familienangehörige, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Damenbildnis lag. Daneben entstanden Stillleben in Öl und Tempera sowie zahlreiche Pastelle und Aquarelle. (Vgl. Wikipedia, resp. die jüngst erschienene, umfangreiche Publikation : Natalie Gutgesell: Alexandra von Berckholtz – Malerin und Mäzenin im 19. Jahrhundert. Katalog. Mitteldeutscher Verlag, 2017.)





ZUSCHREIBUNG : Theodor Blätterbauer (1823 Bunzlau-1906 Liegnitz) : Achensee/Tirol. - Ölstudie, 1856

ZUSCHREIBUNG :

Theodor Blätterbauer (1823 Bunzlau-1906 Liegnitz) :

“Achensee” (Tirol)

Öl auf Pappe (vielleicht auch Papier/Pappe),
unten links bezeichnet und datiert (in die noch feuchte Farbe geritzt) :
“Achensee / 16. Sept. (18)56.

Ohne Signatur,
auf der Bildrückseite eine Zuschreibung von alter Hand :
Blätterbauer / Liegnitzer Künstler

Bildmaß : 23 × 36,5 cm, ohne Rahmen.

Die Malfläche angestaubt, an wenigen Stellen etwas berieben u. mit kleinen Kratzern, der Firnis teils eingeschlagen. Drei kleine “Kirschen” (= fingernagelkleine Buckel in der Malpappe). Rahmenfalzspuren.

Eine Reinigung würde wohl manche Farbnuance erst wieder ans Licht bringen.

Vita : “Theodor Bernhard Rudolf Blätterbauer (* 24. Dezember 1823 in Bunzlau; † 30. Juni 1906 in Liegnitz) war ein deutscher Maler, Grafiker und Zeichenlehrer der Liegnitzer Ritterakademie. Er zählt zu den wichtigsten Landschaft- und Architekturzeichnern Schlesiens Ende des 19. Jahrhunderts. – Bibliographie : ThB4, 1910. Boetticher I.2, 1895; MűvLex I, 1965; Ries, 1992. – Das geistige Deutschland am E. des 19.Jh., B. 1898, I, 57 s.; J.Blaschke, Gesch. der Stadt Glogau und des Glogauer Landes, Glogau 1913, 26, 220, 233 (Abb.); G.Grundmann, T.B., Schlesier Jb. 1956, 58-61; G.Grundmann, Dome, Kirchen und Klöster in Schlesien, Ffm. 1963, 40 s.; E.Scheyer, Schles. Malerei der Biedermeierzeit, Ffm. 1965, 45, 232; H.Heyn, Süddt. Malerei aus dem Bayer. Hochland, Rosenheim 1979, 209; Vermißte Zchngn (Kat. Kpst.-Kab.), Dresden 1987, Nr 84; J.Kruse, Von Menzel bis Beuys: Aus den Kunst-Slgn der Veste Coburg (Kat.), Coburg 1992, 15. Addenda: Zeit-Reisen. Hist. Schlesien-Ansichten aus der Graphik-Slg Haselbach (K Wander-Ausst.), Marburg 2007”. (AKL XI, 1995, 336).

375 EUR





Elizabeth Eleonor Greatorex (1854 Hoboken/New Jersey - 1897 Paris) : Junge Dame / Portrait of a young lady. - Aquarell/Watercolor, 1888

Elizabeth Eleonor Greatorex (1854 Hoboken/New Jersey – 1897 Paris) :

Junge Dame / Young lady

Aquarell / Watercolor
signiert /signed : Eleonor E. Greatorex
datiert / dated : 1888

Bildmaß / Image size : 35 × 25 cm
Passepartout : 40 × 32 cm

Das Aquarell in schöner Erhaltung.
Es wurde alt, fest unter ein eigens dafür goldfarben bemaltes Passepartout montiert, das Passepartout mit einigen Defekten, am linken Schenkel stabil geklebt.

Der gebräunte Karton auf der Rückseite ist zusätzlich angebracht und stellt nicht die Rückseite des Aquarellpapiers dar.

The watercolor in fine condition, under a passepartout with visible traces of age, old fixedly mounted. The old browned cardbord which is depicted on the back is not identical with the backside of the fine watercolor paper.

Literatur : ThB14, 1921 (im Art. Greatorex, Eliza). Young, 1968; EAAm II, 1969; Johnson/Greutzner, 1976; Fielding, 1984; Falk, 1985; Falk II, 1999; Dugnat/Sanchez III, 2001. Women artists news (N.Y.) 7:1981(1)9-10; A.Blaugrund, Paris 1889. Amer. artists at the Universal Expos. (K Wander-Ausst.), Ph. 1989; L.M. Fink, Amer. art at the nineteenth-c. Paris Salons, Wa. 19 (siehe AKL)

Vita : “Born in Hoboken, New Jersey, Eleanor Greatorex was a specialist in floral paintings and figure works, instructed by her mother, Eliza, and her sister, Kathleen. She also studied at the National Academy of Design, 1869-1870, and in Paris with Carolus Duran and Jean-Jacques Henner in 1879. – In 1881, while sketching with her family in Algiers, she became ill, and they all returned to New York, although after her recovery, she and her sister traveled widely. In New York City, she joined her mother and sister in opening a studio and teaching art classes, and with her sister, she painted murals for the Ladies Reception Room in the Dakota Apartments in New York City. In 1886, she returned to Paris and exhibited in several Salon exhibitions. She also lived and taught at the family home in Cragsmoor, New York, and was a part of the Art Colony there. – She was a member of the American Watercolor Society. Exhibition venues included the Philadelphia Centennial Exposition of 1878, National Academy of Design, 1876-1885, Brooklyn Art Association in the 1870s and 1880s, Paris Salon in 1880 and 1888-1890, Boston Art Club 1884-1891, Art Institute of Chicago 1888-1889, and the Pennsylvania Academy in 1888. She was also an active exhibiter with the Women Etchers of America, but none of her etchings have been located” (AskArt)

295 EUR





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Öl/Leinwand

Vera Southby (verheiratet : Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Ca. 1925-1935.

Unten rechts signiert : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Bildmaß : 40 × 50 cm.
Rahmen : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Blick auf Kitzbühel. - Aquarell, um 1925

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

Blick auf Kitzbühel im Winter

Aquarell,
signiert unten rechts : Carl Kessler / München.
Um 1925.

Bildmaß/Lichte : 39 × 55 cm
Rahmen : 53 × 70 cm

Das Aquarell in sehr schöner Erhaltung,
in jüngerer Zeit unter Glas gerahmt.

Die Frische und Leuchtkraft des Aquarells in natura kann durch die Abbildung nur ungenügend wiedergegeben werden. Das Photographieren durch die Glasscheibe, unter Vermeidung von Lichtreflexen, nimmt dem Bild deutlich an Präsenz.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.). – SW: Tirol, Alpine Malerei, Bergmaler, Wilder Kaiser





Rudolf L. Reiter (* 1944 Erding) : Wäldchen im Erdinger Moos. - Öl/Holzplatte, 1977

Rudolf L. Reiter (* 1944 Erding) :

Wäldchen im Erdinger Moos

Öl auf Papier/Holzplatte,
unten rechts signiert und datiert : 1977.

Bildmaß (Lichte) : ca. 18 × 25 cm
Rahmen : 32 × 40 cm

Der stark glänzende Firnis an wenigen Stellen “eingeschlagen”, d.h. etwas matter (könnte nachgefirnisst werden) – ansonsten in unberührter Erhaltung.

365 EUR





Josef Süssmeier (1896 Rohr - 1971 München) : Ansicht vom Tegernsee. - Tempera

Josef Süssmeier (1896 Rohr – 1971 München) :

Ansicht vom Tegernsee.
Im Vordergrund blühende Frühlingswiese.

Tempera,
unten rechts mit seinem Pseudonym “YOS
und München bezeichnet.

Darstellung : 47 × 63,5 cm
Rahmen : 54 × 71 cm

Das Gemälde in schöner Erhaltung.
Unter Glas, der Rahmen gering berieben.
Die Rückseite (wohl aus Dokumentationsgründen) ebenfalls verglast.

Literatur u.a.: Horst Ludwig: Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Maler im 19./20. Jh., Bd. 6, S. 400.

550 EUR





Michael Kiefer (1902 München-1980 Übersee/Chiemsee) : Am Samerberg (Chiemgau). - Öl auf Leinwand

Michael Kiefer (1902 München – 1980 Übersee/Chiemsee) :

Samerberg

Öl auf Leinwand, unten links signiert : M. Kiefer.

Bildmaß : 60 × 80 cm
Das Gemälde hat keinen Rahmen.

Die Darstellung in schöner Erhaltung. Die Signatur wohl bei einer früheren Reinigung ein kleinwenig “gedünnt”, aber klar erkennbar.

Literatur : Fritz Aigner : Maler am Chiemsee [Chiemseemaler]. Hrsg. Markt Prien [2. Aufl. 1995], S. 310 f. (mit gr. Farbabb.) und S. 371 (Vita).

Inntal, Heuberg, Chiemgau, Chiemgauer Berge, Roßholzen

375 EUR





Georg Lebrecht (1875 Schweidnitz/Schlesien - 1945 Berlin) : Dorfansicht (Rheinpfalz?), Mischtechnik, Anfang 20. Jh.

Georg Lebrecht (1875 Schweidnitz/Schlesien – 1945 Berlin) :

Dorfansicht (evtl. in der Pfalz)

Mischtechnik (Kohle / Deckweiß / Aquarell)
auf Papier, unten links signert : G. Lebrecht.

Etwa um 1900 (jedenfalls wohl vor 1914).

Bildmaß : 48 × 60,5 cm.

Das Bild in sehr schöner, geradezu unberührter Erhaltung.

Das Papier unwesentlich leicht gewellt,
herrührend von einem rückseitig umlaufenden alten Randverstärkungsstreifen,
der ein abweichendes Dehnungsverhalten zum Bildpapier aufweist.

Das Dorf sollte eigentlich topograph. identifizierbar sein :

Besonders auffällig die große Anhäufung von Strohähnlichem (Flachs?) auf der schmalen Dorfstraße rechts und auch die zahlreichen Leitern an den Häuserwänden. Nach Auskunft des Vorbesitzers wurde das Bild in der Rhein-Pfalz erworben.

Zur Vita des Künstlers, der hier noch ganz in Jugendstil-Manier arbeitet, ein ausführl. Wikipedia-Beitrag.

Für Hinweise auf den dargestellten Ort würden wir uns gern erkenntlich zeigen.

275 EUR





Theodor Urtnowski (1881 Thorn/Westpreussen - 1963 Danzig) : Danzig / Gdańsk. - Öl/Holz

Theodor Urtnowski
(1881 Thorn/Westpreussen-1963 Danzig/Gdańsk) :

Danzig / Gdańsk

Öl auf Sperrholz,
oben links sowie unten rechts signiert :
Th. Urtnowski / Danzig.

Bildmaß : 90 × 97 cm.
Rahmen : 96 × 104 cm.
Der wohlerhaltene, passende Rahmen wurde in jüngerer Zeit gefertigt.

Auf der Bildrückseite ein alter handschriftlicher Vermerk des Käufers über den Erwerb des Gemäldes : “Diese Bild habe ich Weihnachten 1937 aus Danzig mir vom Maler zuschicken (?) lassen. Im Sommer 1937 habe ich es im Atelier des Malers angekauft”. – Oberhalb des Vermerks offensichtlich die Atelieradresse des Künstlers.

Das Bild könnte vielleicht auch schon etwas vor 1937 gemalt worden sein.

Erhaltung : Kleine Beschädigungen in den äußersten Ecken (im/unterhalb des Rahmenfalzes) sauber behoben. Wenige, professionell ausgeführte Rutschen; mit bloßem Auge nicht merklich.

Sehr ansprechender, geschlossener Gesamteindruck.

Literatur : Vollmer: Allgem. Lexikon der Bild. Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 4, S. 498 (Schüler von A. Maennichen in Berlin, weitergeb. in Paris. Eines seiner Haupthemen Panoramen, v.a. Ansichten von Danzig. In Velhagen & Klasings Monatsh. 54 – 1939/40 – 193/96, mit 5 Abb).

Aufgrund der Bildgröße ist ein Versand nicht möglich.
Eine kostenfreie Lieferung von 150 km im Umkreis von München ist aber gern.

1750 EUR





Franz Hößl (Eichstätt) : Im Altmühljura. - Aquarell, 1977

Franz Hößl (Eichstätt/Gabrieli-Gym.)

Im Altmühljura

Aquarell auf stark genarbtem/festen Aquarellbütten.

Unterhalb der Mitte/rechts signiert und datiert : Hößl 1977

Bildmaß/Blatt : 16 × 24 cm
Rahmenmaß : 32 × 38 cm

Das Aquarell in sehr schöner/farbfrischer Erhaltung.
Ein feines Blatt!

Die vormals rückseitigen Montierungen mit Tesa wurden abgelöst, die wenigen verbliebenen Reste richten keinen Schaden an. Bei der Ausrahmung wurde das orig. Glas innen gereinigt und anschließend mit dem Passepartout staubfrei verschlossen. – Das alte/schlichte Passep. wurde belassen, auch die zwei kleinen/feinen Glaskratzer (außerhalb der Darstellung) sollten nicht stören.

Auf der vormaligen Rahmenabdeckung die Bleistiftnotiz :
“Im Juni 1979 bei Herrn Hößl gekauft / Herr Hirsch (?) war dabei”.

Unter typischem Aquarellrahmen der Zeit : weiß lackierte, kantige Leiste (minimal berieben).

Die Abb. mit Glas und Rahmen kann nur den Rahmen farbrichtig abbilden, die Spiegelung des Glases verfälscht die Farbstellung des Aquarells – hier weitaus näher die Abb. 1.

75 EUR





Joseph Watter (1838 Regensburg - 1913 München) : Im Schloß. Galanter Herr begegnet galanter Dame. - Öl/Leinwand, um 1900

Joseph Watter (1838 Regensburg – 1913 München)

Im Schloß. Galanter Herr begegnet galanter Dame

Tpyisches Genre des sog. 2. Rokoko.

Öl auf Leinwand,
unten links signiert (in die Farbe geritzt).

Bildmaß : 33 × 25 cm
Rahmen : 35 × 27 cm

Mit den üblichen/typischen Altersspuren : Etwas Krakelee und die Markierung der Keilrahmenschenkel auf der Leinwandrückseite.
Der Rahmen an der linken oberen Ecke mit kleiner Ausbesserung.

Die Farben erscheinen in der Abbildung etwas zu hart, der Gesamteindruck ist deutliche harmonischer.

Joseph Watter, Sohn eines Porzellanmalers. Ab 1856 an der Akademie der Bildenden Künste in München u.a. bei Arthur von Ramberg. Anschließend v.a. Genremalerei. In den 1860er Jahren Mitarbeit bei den ‘Fliegenden Blättern’, 1870-1887 auch Illustrator für die ‘Gartenlaube’. Entwarf auch ‘historisches Porzellan’ für den Königshof sowie Bühnenbilder. Mitarbeit an der Ausgestaltung von Herrenchiemsee und Linderhof (vgl. H. Ludwig, Münchner Maler im 19. Jh., Bd. 4).

245 EUR





Heinrich / Henri Gogarten (1850 Linz a. Rhein-1911 München) : Blick über den Alpsee auf Hohenschwangau und Neuschwanstein. - Öl/Pappe, 1900

Heinrich/Henri Gogarten (1850 Linz a. Rhein-1911 München)
(1850 Linz am Rhein – 1911 München) :

Blick auf Hohenschwangau und Neuschwanstein

Öl auf starker Malpappe,
unten links signiert (zweifach) und datiert 1900.

Da die erste Signatur innerhalb der Falztiefe einer allfälligen Rahmung platziert wurde, erfolgte offensichtlich eine Korrektur durch eine zweite, etwas höher gelegene. Die Datierung allerdings wurde nicht wiederholt und ist somit nur durch Herausnehmen aus dem Rahmen sichtbar.

Bildmaß : 21,5 × 27,5 cm
Rahmen : 38 × 46 cm

Eine unwesentliche Retusche oberhalb des linken Berggipfels (s. Pfeile in Abb. 3), aus dem üblichen Betrachterabstand so gut wie nicht merklich. Schöner, stimmiger Gesamteindruck.

Der wuchtige, aufwendige Rahmen der Zeit mit Ausbesserungen.

Auf der Rückseite Nachrichten von alter Hand über den Künstler sowie Ortsbezeichnungen : Oberbayerischer Gebirgsee” und “Neuschwanstein”. Auch eine alte Werknummer (oben re. in Rot) sowie eine alte Preisauszeichnung (150 M., unten re.) finden sich.

780 EUR





Fritz Offeney : Fahrt des Fürsten Heinrich LXII. durch Wurzbach (Thüringen) im Jahr 1848

Fritz Offeney :

Fahrt des Fürsten Heinrich LXII. durch Wurzbach (Thüringen), 1848.

Spalier der Schwarzburg-Rudolstädter Jäger, die als Besatzung in Wurzbach stationiert waren.

Porzellanbild.

Gemalt von Fritz Offeney, Wurzbach im Jahr 1849.
Nach einer Federzeichnung-Vorlage von v. Arnswaldt im Revolutionsjahr 1848.

Bildgröße : 13,5 × 19,5 cm
Rahmen : 16,4 × 22,5 cm

Das feine Porzellanbild in sehr schöner Erhaltung.

Die in Abb. 4 erkennbare feine Kratzspur, ist mit bloßem Auge nicht zu sehen, nur durch die extreme Vergrößerung überhaupt merklich.

Das zeitgenössisch alte Rähmchen berieben.

Auf der Rahmenrückseite folgenden ältere Bildbeschreibung :

“Als im Revolutionsjahr 1848 die Gährung im reussischen Oberlande immer mehr überhand nahm, wurde dam 10.11.48. die schwarzburgisch-rudolstädtische Jäger-Abteilung unter Oberlieutenant v. Arnwaldt und Lieutentant v. Uttenhoren nach Wurzbach in Reuss j.L. gelegt. Am 1.10.48 hatte Fürst Heinrich LXXII zu gunsten der Schleizer Linie abgedankt, sodass die Ebersdorf-Lobensteiner Gebiete nun auch in die Hand des Fürsten Heinrich LXII. fielen.

Als nun Heinrich LXII. mit seinem Kanzler H. v. Bretschneider durch das geschmückte Wurzbach fuhr, wurde diese Scene von dem – damals gerade im Gasthof “Thüringer Hof” in Stubenarrest stitzenden – v. Arnswaldt mit der Feder gezeichnet. Nach dieser Federzeichnung malte der Wurzbacher Porzellanmaler Fritz Offeney untenstehendes Porzellanbild.”

“Heinrich LXII. Fürst Reuß jüngere Linie, Graf und Herr zu Plauen, Herr zu Greiz, Kranichfeld, Gera, Schleiz und Lobenstein (* 31. Mai 1785 in Schleiz; † 19. Juni 1854 in Gera) war vom 17. April 1818 bis 1. Oktober 1848 Fürst von Reuß-Schleiz, danach bis 19. Juni 1854 Fürst Reuß jüngerer Linie (als Vereinigung aller souveränen Linien von Reuß jüngerer Linie: Reuß-Schleiz, Reuß-Gera, Reuß-Lobenstein und Reuß-Ebersdorf).
Er studierte in Erlangen und Würzburg. In seiner Zeit als Fürst Reuß zu Schleiz hatte er mit den Fürsten Reuß zu Lobenstein und Ebersdorf die gemeinschaftliche Regierung über das Gebiet der früheren Grafen von Reuß-Gera. – Nach der Abdankung von Fürst Heinrich LXXII. Reuß zu Lobenstein und Ebersdorf am 1. Oktober 1848 vereinigte er nach 200 Jahren Teilung nun alle Fürstentümer der jüngeren Linie des Hauses Reuß in seiner Hand mit dem Titel Fürst Reuß jüngerer Linie. Unter seiner Regierung bekam das Land 1849 eine zeitgemäße Verfassung. 1851 trat der erste konstitutionelle Landtag zusammen und 1852 wurde ein revidiertes Staatsgrundgesetz nebst neuem Wahlgesetz mit indirekten Wahlen angenommen.
Er war der älteste Sohn Heinrichs XLII. (1752–1818) und seiner Gemahlin Karoline zu Hohenlohe-Kirchberg (1761–1849) und Bruder seines Nachfolgers Heinrich LXVII.” (Wikip.)





Gustav Schraegle (1867 Bürgel / Offenbach - 1925 Frankfurt/Main) : Blick aus dem Fenster

Gustav Schraegle (1867 Bürgel / Offenbach – 1925 Frankfurt/Main) :

Blick aus dem Fenster

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert : G. Schraegle.
Die letzte Ziffer ist nicht eindeutig lesbar : von 1912 bis 1919 gäbe es mehrere Möglichkeiten.

Bildmaß : 49 × 59 cm.
Ohne Rahmen.

Erhaltung : Das Gemälde stärker angestaubt. An der Oberkante ganz kleine
Farbabsplitter. In der linken unteren Ecke Kratzer. – Am rechten Rand und unten deutliche Rahmenfalzbeschabung. (Eine Rahmung würde diese wieder überdecken).

Ansonsten keine Risse, Restaurierungen etc. (mit der Quarzlampe geprüft).
Die Leinwand völlig intakt, wie insbes. von der Rückseite her zu erkennen ist.

Zur Abbildung : Der sehr pastose Farbauftrag bedingt in der Digitalaufnahme eine gewisse Unruhe und Unklarheit (Lichtreflexe).

1885 bis 1891 an der Kgl. Kunstschule in Stuttgart Jakob Grünenwald, Gustav Igler und Friedrich Keller. Danach Übersiedlung nach Frankfurt a. M. (es entstehen v.a. Porträts, Landschaftsdarstellungen und Stillleben. Werke Schraegles befinden sich im Städel bzw. auch der Portraitsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung in Frankfurt. Kurz nach dem Tod wurde im dortigen Kunstverein zu seinen Ehren eine Gedächtnisausstellung veranstaltet. Gustav Schraegle war Mitglied im Deutschen Künstlerbund; gewann in der Weltausstellung in St. Louis 1904 eine Medaille.

550 EUR





Hans Volkert (*1878 Erlangen) : Chiemsee. - Öl/Leinwand, 1920

Hans Volkert (1878 Erlangen)

Blick auf den Chiemsee

Öl auf Leinwand, 1920,
unten links signiert und datiert.
Rückseitig auf dem Rahmen alte Klebezettel,
dort bezeichnet u.a. “Vorfrühling” und “… Chiemsee”,
dazu die Adresse des Künstlers : München Viktor Scheffelstr. 6

Bildmaß : ca. 42 × 45 cm
Rahmen : ca. 58 × 61 cm

Das Gemälde ist ordentlich erhalten.
Die Keilrahmenschenkel markieren leicht auf der Bildseite,
wie üblich bei alt gerahmten Bildern.
Der Rahmen der Zeit gering berieben.

Hans Volkert studierte an der Münchner Kunstakademie und war Mitglied verschied. Künstlergenossenschaften (s. auch Thieme/Becker). Bekannt u.a. auch als Exlibriskünstler.

475 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Winternacht in St. Christoph am Arlberg. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Winternacht in St. Christoph am Arlberg

Aquarell, nicht signiert,
jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel.

Um 1920-1925.

Bildmaß : 38 × 56,5 cm.
Das Aquarell auf Papier wurde von C. Kessler auf einen stärkeren Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltung : Teils etwas angestaubt sowie einige leichte, oberflächliche Bereibungen.

Ein vom Wind vom unteren Teil der Haube des Türmchens über das kurze Mauerstück herabgewehtes Schneefähnchen, wirkt auf den ersten Blick wie eine feine Bereibung, tatsächlich aber handelt es sich um “gemalten Schnee”.

Immer in Mappen aufbewahrt, deshalb farbfrisch wie am ersten Tag.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

580 EUR





Ernst Vollbehr (1876 Kiel - 1960 Krumpendorf am Wörthersee) : Blick vom Wendelstein auf den Wilden Kaiser. - Gouache, 1920

Ernst Vollbehr (1876 Kiel – 1960 Krumpendorf am Wörthersee) :

“Blick vom Wendelsteingipfel auf den Wilden Kaiser.
Abendstimmung im Sommer / Ernst Vollbehr / Juli 1920”

Gouache.

Am Bildunterrand betitelt, datiert und signiert.
Darstellung/Blattmaß : 35 × 47,5 cm.

In einem schmalen (Orig.-)Rahmen der Zeit (Halbrundstab).

Das Blatt wurde jedoch ausgerahmt, das Glas innen gereinigt und
(wieder) staubfrei verschlossen. Die in jüngster Zeit angebrachten (nicht so recht passenden) Eckverbindungen wurden belassen, um die Stabilität der schmalen Leiste zu sichern.

Erhaltungseinschränkungen :

- Am Blattoberrand schwache Spuren von eingedrungenem Staub, von alter, nicht-staubdichter Rahmung herrührend.

- Zu vermerken auch einige kleinere Kratzer und Bereibungen, die aber den Gesamteindruck kaum zu stören vermögen. – Vereinzelte Auslassungen dürften dem schnellen, nassen Arbeiten geschuldet sein.

Eine ungemein flüssige Arbeit von starker Präsenz und dekorativem Reiz.

SW: Alpine Malerei, Alpinismus, Kaisergebirge, Wendelsteingebiet

395 EUR





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : St. Michael in der Wachau. - Mischtechnik, signiert

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“St. Michael in der Wachau”

Mischtechnik (Tempera/Aquarell),
am Unterrand ortsbezeichnet und signiert,
wohl 1930-er Jahre.

Darstellung/Blattmaß : 50 × 69,5 cm.

Rückseitig mit dem vollen Namen bezeichnet (einschl. der Atelieradresse: München 13, Adalbertstr. 55/0), betitelt sowie mit kurzen Notaten und Atelierstempel (mehrfach).

Eindringlich zeigt sich in diesem Bild die Position des im Nachhinein so benannten Expressiven Realismus.

Ansprechender, stimmiger Gesamteindruck.
Erhaltung : Das Papier maltechnisch bedingt leicht wellig. In den oberen Ecken feine Japanhinterlegungen, dabei rechts schwache ehemalige Papierfältchen merklich – sonst nur geringe Alterspuren, die bei Blättern dieser Größe kaum ausbleiben.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

Die Wehrkirche zum Hl. Michael in der Marktgem. Weißenkirchen in der Wachau (Niederösterreich); Filialkirche der Pfarrei Wösendorf im Dekanat Spitz.

450 EUR





Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen - 1945 Wien) : Tal im Hochgebirge. - Mischtechnik (Nachlaßstempel)

Karoline / Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen – 1945 Wien) :

“Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge”

Mischtechnik auf Holz
(im oberen Viertel Ölmalerei).

Nicht signiert, jedoch rückseitig Nachlaßstempel :
NACHLASS / CAROLINE / K(UBI)N

Die inneren drei Buchstaben des Nachnamens (in Klammern) ermittelt,
als solche sonst nicht zu entziffern.

Auf altem Klebezettel darunter :
Nr. 303 Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge / 36 × 46 (cm)
.
.

Rückseitig mit zwei alten/originalen Einschubleisten.
Kaum grundiert, die Holzmaßerung deutlich merklich.

Bildmaß : 46 × 36 cm.

Erhaltung : Am Oberrand mittig links eine daumengroße Fehlstelle.
Mehrere kleine Bereibungen, die sich als aufgehellte Fleckchen erkennbar zeigen; dazu leichte, ganz oberflächlich bleibende Beschabungsstreifen.

Literatur 1 : “Kubin, Karoline, Malerin, *um 1870 Chrudim (Böhmen), Schülerin der Prager Akad., tätig in Prag (1893/96), dann in Wien [1906 Teilnahme an d. Ausstellung d. Wiener Secession; eines ihrer Bilder befindet sich in der Slg. der Österreichischen Galerie, im Belvedere], einige Zeit in München (Mitglied der Luitpoldgruppe). Seit etwa 1905/1917 wieder in Wien ansässig. Malte Genrebilder, Landschaften und Stilleben (meist Blumen). Kstchronik, N. F. XV (1903/04) 10. – Ausstell.Katal.: Berlin. Große Kunstausstellung 1899; München, Sezession 1893, Frühjhars-Ausstellung 1910, Glaspalast 1896, 98, 1903, 04; Prag, Rudolfinum, 65. J.- A. 1904; Wien, Künstlerhaus, Dezember-Ausstellung1893, Weihn.-A.1899, Kunstschau 1908.” (AKL). – Siehe auch : Thieme/Becker 22, 1928. – Fuchs, Maler (19.Jh.) II, 1973.

Literatur 2 : “Karoline Kubin, 22.10.1860 Chrudim (Tschechien), † 12.7.1945 Wien. Nach Studienaufenthalten in Brüssel und Antwerpen wurde sie Schülerin an der Prager Akademie, wo sie bis 1886 tätig war. Danach lebte sie für einige Zeit in Wien und in München, wo sie Mitglied der Luitpoldgruppe wurde. In den 80er und 90er Jahren machten sich Einflüsse ihrer belgischen und Münchner Ausbildung geltend, in Antwerpen scheint F. Khnopff sie stark beeindruckt zu haben. Ab etwa 1905 wieder in Wien ansässig. Karoline Kubin stellte nur selten aus, wie etwa 1906 in der Wiener Secession. Sie unternahm Studienreisen nach Italien mit längeren Aufenthalten in Florenz und Rom. – Kubin malte Genrebilder und Landschaften, deren Motive sie dem Riesengebirge, der Gegend von Fiume und den Alpentälern entnahm, sowie Stilleben, wobei sie Blumenarrangements bevorzugte.” (s. Pappernigg, Michaela (Bearb.)/ Reiter, Cornelia, Bearb. / Kahler, Thomas (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 2: G–K, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1995, S. 275]

350 EUR





Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch - 1930 Wasserburg am Inn) : Ziegenhirtin. - Tusche, signiert

Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch – 1930 Wasserburg am Inn) :

Ziegenhirtin mit ihrer Herde am Steilhang über der Flußbiegung

Tusche (teils über Bleistift)
unten rechts signiert : H. Schlitten.

Blattmaß : 53,5 × 42 cm
Rahmen : 63 × 51 cm

Die Zeichnung zeitgenösssich/alt auf eine Unterlage aufgelegt/montiert und unter Glas gerahmt. Das Blatt minimal altfleckig und mit leichten Papierfältchen.

Die Zeichnung mit ihrer offenen, freien Strichführung dürfte aus der (späten) Wasserburger Zeit stammen; dafür spricht auch, dass das Bild bislang in einem alten Wasserburger Haus hing.

175 EUR





Hermann Eller (1925 Zwiesel – Deggendorf – Passau 2009) : Großes Blumenstück. - Öl/Platte, signiert

Hermann Eller (1925 Zwiesel – Deggendorf – Passau 2009) :

Großes Blumenstück

Öl auf Platte,
unten links signiert

Bildmaß/Lichte : 68 × 58 cm
Rahmen : 84 × 74 cm

Das Gemälde in sehr schöner Erhaltung.

Der aufwändige breite Vergolderrahmen an den sichtabgewandten Seitenschenkeln etwas berieben, teils auch wohl vom Rahmenmacher schon, um die sonst zu starke Farbigkeit abzubremsen.

Hermann Eller war u.a. Mitglied im 1966 gegründeten “Bayerwaldkreis”, der bis 1996 bestand. Weitere Künstler in der Vereinigung waren Karl Mader, Gerhard Michel, Hans Wölfl u. Josef Fruth. Die Gemeinschaft bestand bis 1996.

Vita : “Eller, Hermann, dt. Maler, Graphiker, *20.9.1925 Zwiesel, tätig in Deggendorf. Lehre als Elektromonteur. 1943/44 Soldat; ab 1945 frz. Kriegsgefangenschaft, dort Arbeit im Bergwerk und erste künstler. Betätigung. Ausst.-Beteiligung in Paris durch Vermittlung des Y.M.C.A. 1947/48 Besuch der Akad. in Lens (Schwerpunkt Portr. und Lsch.). Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft Kontakte zum Maler Karl Alexander Flügel in Ulrichsberg. 1954 Begegnung mit dem Erdinger Tiermaler Franz Xaver Stahl. 1958 erstmals Teilnahme an einer Ausstellung im Haus der Kunst, München. 1964 Einladung in die Villa Massimo nach Rom. Zahlr. Studienreisen, u.a. Toskana, Paris, Rom, Holland, Jugoslawien, Ägypten, Rumänien, Ungarn, Rußland, Griechenland, CSSR, Türkei. Malt 1967 zus. mit Edmund Steppes. 1976 Lehrgang für Lith. und Druckgraphik an der Stuttgarter Akademie bei Eugen Funk …”. (Wilhelm Amann, in : AKL XXXIII, 2002, 295). (SW: Bayerwaldmaler, aber nicht Mitglied der Donau-Wald-Gruppe / Gasthaus/Restaurant “Grauer Hase”).

Über H. Eller (aus naher Kenntnis) siehe auch Astrid Zitzelsberger-Eller, in Begleitpublikaton zur Sonderausstellung : Paul Paulus und sein Malerfreund Hermann Eller. – Prien, Galerie im Alten Rathaus, 1990.





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : Gardasee / Torbole. - 2 Auquarellstudien auf 1 Blatt

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“Vom Gardasee” Torbole

2 Aquarellstudien auf einem Blatt (Vorder- u. Rückseite),
rücks. signiert, betitelt sowie mehrfacher Atelierstempel : Geigenberger / München 13 / Adalbertstr. 55/0.

Nicht datiert : 1930-er Jahre.
Blattmaß : 49 × 66,5 cm.

Erhaltung : Das Blatt (mit FABRIANO-Trockenstempel) etwas angestaubt und altfleckig, am Oberrand ein Papierfältchen, dazu Handhabungsspuren (Fingerknicke etc.) u. einige Kurznotate.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben den Papierton farbrichtiger wieder als die Gesamtabb., dort wirkt das Papier zu trocken/weißgrau.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

155 EUR





[Monogrammist] : E.B. - Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland). - Öl/Leinwand, monogrammiert E.B., dat. 1919

[Monogrammist] : E.B.

Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland).

Öl auf Leinwand,
monogrammiert (E.B) und datiert 1919.

In jüngerer Zeit auf weiße Pappe aufgezogen. Die Pappe steht tls. ein wenig vor, der rechte Bildrand etwas ungleichmäßig beschnitten.

Bildmaß : 14 × 23 cm.
Ansprechender Gesamteindruck.

Im Bild noch deutliche Spuren der Jugendstil – Auffassung.

95 EUR





[Anonymus] : Damenakt (Studie). - Öl auf Pappe, um 1900/1920

[Anonymus] :

Damenakt (Studie)

Öl auf starker Pappe,
unten rechts signiert (für uns nicht entzifferbar).

Etwa um 1900- 1920.

Bildmaß : 40 × 25 cm.

Typische Akademiestudie, mit Stand- und Spielbeindarstellung.

Ansprechender, stimmiger Gesamteindruck.

225 EUR






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