Adolf Kleemann (1904 Waldsassen-Gauting-1989 Starnberg): FREUDE II - Gouache

Adolf Kleemann (1904 Waldsassen – Guting – 1989 Starnberg) :

„Freude II (Entwurf zu einem Bild)“.

Eigenhändig (mit Werknr. 235) bezeichnet auf dem beigeglegten Rückenkarton

Gouache auf leichtem Karton/wiederum auf Karton original fest montiert, signiert : Kleemann.
Verso bez.: „8. Entwurf : Eingangshalle Zentral-Krankenhaus“

Darstellung : 10 × 24 cm
Unterlage : 21,8 × 36,6 cm (deutlich stockfleckig).

Zu den Abbildungen : Alle in Orange erscheinenden Flächen zeigen sich im unmittelbaren Augenschein hellocker.
Der Unterlagekarton weist hier einen starken Stich ins Rosa auf, in natura zeigt er sich in einem Altweiß.

Das Textblatt zur Vita ist nicht Gegenstand des Angebotes.

Vita : „Adolf Kleemann (* 2. Dezember 1904 in Waldsassen, Oberpfalz; † 11. September 1989 in Starnberg), dt. freischaffender Künstler. A. Kleemanns väterliche Druckerei bestimmte 1925 seinen Eintritt in die Staatliche Kunstgewerbeschule München. 1930 folgte die Immatrikulation an der Münchner Akademie, wo sein Lehrer Franz Klemmer im selben Jahr die Professur für religiöse Malerei antrat als Nachfolger von Carl Johann Becker-Gundahl. Dessen monumentale Malerei und Klemmers neue Sachlichkeit vermittelten handwerkliches und künstlerisches Können. 1937 entstand in dieser Tradition das Deckenfresko Auferstehung in St. Peter und Paul Holzkirchen, heute zur Gemeinde Wechingen gehörig.

1934 war Kleemann zu Olaf Gulbransson gewechselt, der ihm als Meisterschüler mit Atelier eine Zuflucht bot. Kleemann war als Nazigegner gefährdet unter Professoren, die der Ausstellung „Entartete Kunst“ (1937 Haus der Kunst, München) zugestimmt hatten. Seine Ehe mit Marianne, der Tochter des Schweizer Malers und Mitbegründers der Münchner Sezession, Wilhelm Ludwig Lehmann, bestärkte die künstlerische Entwicklung. Entscheidend für Weltsicht und Werkgestaltung wurde am Wohnort Gauting der evangelische Vikar Walter Hildmann, Anhänger der Bekennenden Kirche. 1940 endete die malerische Arbeit durch Gestapohaft im Wittelsbacher Palais (München), Krieg gegen die Sowjetunion (Flakbataillon) und Gefangenschaft in Westsibirien (Oblast Swerdlowsk). 1947 entlassen, fand er dank des Münchner Studiums neue Auftraggeber.
Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern schätzten seine in Kriegserlebnissen vertiefte Religiosität wie die Kompetenz für vielfältige malerische Mittel und Techniken, auch bei Restaurationsprojekten. Er ist begraben auf dem Waldfriedhof Gauting mit anderen Malern der Gautinger Künstlerkolonie wie August Bresgen und Hans Olde der Jüngere.“

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