Otto Hamel (1866-1950): Blick über die Alte Mainbrücke in Würzburg. - Öl/Leinwand

Otto Hamel (1866 Erfurt – 1950 Lohr a. Main)

Blick über die Alte Mainbrücke in Würzburg
auf die Festung Marienberg

Öl auf Leinwand, unten rechts signiert.

Bildmaß : 29 × 39 cm
Lichte : 27 × 37 cm

Das kleine Gemälde in schöner, frischer Erhaltung.
Der passende zeitgenössische Rahmen wohlerhalten.
Die Gehrung fest, die teils kleinen Spalten ebd. weisen nicht auf eine Lockerung hin.

Unter Glas gerahmt.
Im rechten Bildbereich (einschließlich des Rahmenschenkels) zeigen sich abbildungstechn. bedingte Glasspiegelungen.
Das Gemälde ist selbverständlich in allen Teilen klar konturiert.

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Biogramm : „Ausbildung als Dekorationsmaler im Malergeschäft des Vaters (…) 1882-85 Unterrichtsanstalt des KGM Berlin. 1885 erste Studienreise nach Italien mit staatlicher finanzieller Unterstützung: im Auftrag des Dir. Ernst Ewald dekorative Bauaufnahmen in der Engelsburg und in S. Maria Maggiore in Rom für Dir. Ernst Ewald; anschl. Aufenthalte in Neapel, Florenz und Pompeji (…) 1888 zweite Studienreise nach Italien, u.a. nach Rom und Mantua. Nach Rückkehr eröffnet H. in Berlin ein eig. Atelier. 1889 Studienreisen u.a. nach München, Oberbayern, Salzburg, Florenz und Nizza. 1889/90 Malerei-Stud. an der Acad. Julian, Paris. 1890 Berufung als Lehrer für Dekorationsmalerei an die Handwerker- und Kunstgewerbe-Schule in Hannover; 1906 Professor. In den folgenden Jahren zahlr. Studienreisen nach Italien, Spanien, Frankreich, Holland, Belgien, Österreich, England und auf den Balkan. 1913 zwecks künstlerischer Studien beurlaubt, entwickelt er eine neue Maltechnik, der „die innige Verbindung von Linie, Form und Farbe“ zugrunde liegt, und zieht damit einen Schlußstrich unter das bisherige Schaffen. Das „Neue“ war die Art der Gest. v.a. von archit. Motiven mittels perspektivrelevanten Linien- und Raumfluchten. Konturen der Gebäude und and. Elemente sind häufig mit mehreren, wechselnd hell und dunklen Linien angedeutet und bestimmte farbige Details, auch Menschenmassen, mit kurzen Pinselstrichen akzentuiert (…) 1922 (…) Umzug nach München, wo er bis 1923 (…) als freischaffender Maler arbeitet. In den späten 1920er Jahren künstlerischer Durchbruch; Ankäufe zahlr. Arbeiten durch Ämter öff. Institutionen und Banken (u.a. Stadtsparkasse Erfurt; Stadt München; Reichskanzlei, Berlin). 1943 in München ausgebombt, findet H. Aufnahme in der Lungenheilstätte in Lohr am Main. Dort bis wenige Wochen vor dem Tod künstlerisch tätig (…) Er gehört zu den herausragenden dt. Impressionisten und wird als solcher bereits zu Lebzeiten in der Presse wiederholt gelobt. Der Nachlaß (überwiegend Priv.-Bes. in Lohr am Main, München und Hannover) umfaßt über 1000 Gem. und Zeichnungen.“ (AKL, LXIII, 2010)

550 EUR