Ida Hacke (1875 Aurich/Ostfriesland) : Holzhausen/am Ammersee. - Öl auf Leinwand, 1921

Ida Hacke (1875 Aurich/Ostfriesland) :

“Häuser in Sonne. Holzhausen” (am Ammersee).

Öl auf Leinwand, 1921.
Unten rechts signiert, rückseitig datiert und ortsbezeichnet.

Bildmaß : 55 × 70 cm

Erhaltung :
Die Nägel der Leinwandaufspannung auf den Keilrahmen teils erneuert (= Leinwandnachspannung). An einigen Stellen befinden sich die Nägel nur knapp außerhalb des Bildrandes, aber immer ausreichend fest und bei einer allfälligen Rahmung würde der Rahmenfalz die “Knappheit” völlig überdecken.

Die Malfläche in sehr schöner Erhaltung; ansprechender, frischer Gesamteindruck.

Auf dem Keilrahmen und der Leinwandrückseite Notate, Stempel sowie ein Klebezettel. – Es finden sich: der Bildtitel, der Hinweis, dass das Bild 1921 im Glaspalast ausgestellt war, die Adresse der Künstlerin (München, Amalienstr. 53), ein Klebezettel K.V.H. mit Nr. 215(?)6, wohl Kunstverein Hannover.

Ida Hacke war Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands sowie im Künstlerinnenverein München.

SW: Dießen, Utting, Künstlerkolonie Holzhausen, Scholle, Jugendstil

750 EUR





H. Buchner : Fischer am Chiemsee, im Hintergrund die Fraueninsel. - Öl/Lwd.

H. Buchner : Fischer am Chiemseeufer, im Hintergrund rechts der Campanile der Fraueninsel

Öl auf Leinwand,
unten links signiert : H. Buchner

Bildmaß : ca. 20 × 21 cm
Rahmen : 29 × 27 cm

Das kleine Gemälde in schöner, gepflegter Erhaltung, vielleicht ein wenig angestaubt. – Wohlerhalten auch der zeitgenöss./alte Rahmen (1930er Jahre).

Bei der Abb. mit Rahmen erscheint die Himmelspartie zu gelblich, die Abb. 1 ist farbrichtiger.

Die Darstellung der Fischer mit ihren gelben Sonnenhüten erinnert an die Chiemseebilder von Albert Stagura.

250 EUR





[Anonymus] : Der Tanzmeister im (Rokoko-)Ballsaal. - Öl/Bleistift auf Leinwand, Ende 19. Jh./Anfang 20. Jh.

[Anonymus] :

Studie bzw. halbfertig liegen gelassene Arbeit.

p(fg).l Der Tanzmeister im (Rokoko-)Ballsaal

Öl und Bleistift auf Leinwand (auf starke Pappe aufgezogen),
ohne Signatur/Bezeichnung, Ende 19./Anfang 20. Jh.

Typische Historismusdarstellung

Bildmaß : 38,5 × 53,5 cm

Die Studie (oder auch das unfertige Gemälde) an allen Ecken stark bestoßen (tls. einige zentimeterweit tief in die Darstellung hinein). Am linken Rand drei Stellen mit Blasenbildung (d.h. die Leinwand vom Untergrund gelöst), s. Abb. mit Pfeilen. – Im Darstellungsbereich einige Kratzer und Beschabungen.

Der schon etwas ältliche Tanzmeister (mit typ. kl. Geige), gleichwohl mit elegant jugendlich gemühtem Gestus, führt den zahlreich anwesenden, jüngeren und auch einigen älteren Damen im Ballsaal, die Tanzschritte vor; man tuschelt und amüsiert sich.

Während der Hintergrund (Gemälde u. Wandtapete) bereits in Öl angelegt ist, wurde nur eine Figur farblich dargestellt, im übrigen verbleibt alles im Stadium der Bleistiftunterzeichnung.

Zu den Abbildungen : Die Gesamtabb. kommt etwas zu grell, v.a. im Hintergrund, die Detailabb. sind farb- und tonrichtiger.

155 EUR





Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt) : Blumenstilleben mit Kirschen. - Öl/Lwd.

Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt)

Blumenstilleben mit Kirschen

Öl auf Leinwand,
unten rechts monogrammiert : B.

Bildmaß : 40 × 30 cm (ohne Rahmen).

In unberührt schöner Erhaltung.

Ab 1965 bis 1970, (Meister-)Schüler von Carl Otto Müller/Kipfenberg, in diesem Zeitraum auch regelmäßig Ausstellungsbeteiligungen im Haus der Kunst/München. – Mitglied im Bund Fränkischer Künstler (vgl. Karl Heinz Steinbeißer/Angelika Koller/Jaletzky : Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert, S. 148 f.). – Siehe auch : Peter Volkwein (Hg.). : Friedrich A. Bierschneider Retrospektive, Ingolstadt, 2001.

295 EUR





[Anonymus] : Baumstudie/Waldstudie. - Öl auf Papier (auf Pappe), Ende 19./Anfang 20. Jh.

[Anonymus] :

Baumstudie / Waldstudie

Öl auf Papier (auf Pappe),
ohne Signatur.

Ende 19./Anfang 20. Jh.

Bildmaß : ca. 24,7 × 20 cm
Unterlage : 25 × 21 cm

Locker angelegte Studie. Blasenfrei, sauber auf Pappe aufgezogen, auf der Rückseite eine ungedeutete Bezeichnung.

65 EUR





Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) : Niederbayern/Bauerngehöft. - Filzstift

Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) :

Niederbayerisches Bauerngehöft

Filzstift,
unten links signiert.

Blattmaß : 44 × 57 cm.

Auf filzig weichem, ungeleimten Papier (Trockenstempel : VAMPYR).
In guter Erhaltung.

Aus dem Spätwerk Neruds. Reduktion in Farbe und Form und Verdichtung zugleich, ohne Schnicki-Schnacki, hin zur idealtypisch gültigen Form der niederbayerischen Stadellandschaft zwischen Rott und Inn.

375 EUR





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Im Donaumoos (?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

Im Donaumoos (?)

Aquarell, unten links signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste (Kastenrahmen), dürfte wohl vom Künstler selbst so ausgesucht worden sein.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß leicht übergangen.

Bild und Rahmen in gepflegt stimmiger Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf den Abbildungen zu sehen sind, haben rein wiedergabetechn. Gründe.

225 EUR





Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt) : Zwiebelstilleben, monogrammiert

Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt)

Zwiebelstilleben

Öl auf Leinwand,
unten rechts monogrammiert : B.

Bildmaß : 22 × 33 cm (ohne Rahmen).

In unberührt schöner Erhaltung.
Die partiellen Firnisaussparungen sind so gewollt.

Ab 1965 bis 1970, (Meister-)Schüler von Carl Otto Müller/Kipfenberg, in diesem Zeitraum auch regelmäßig Ausstellungsbeteiligungen im Haus der Kunst/München. – Mitglied im Bund Fränkischer Künstler (vgl. Karl Heinz Steinbeißer/Angelika Koller/Jaletzky : Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert, S. 148 f.). – Siehe auch : Peter Volkwein (Hg.). : Friedrich A. Bierschneider Retrospektive, Ingolstadt, 2001.

225 EUR





Franz Hößl (Eichstätt) : Im Altmühljura. - Aquarell, 1977

Franz Hößl (Eichstätt/Gabrieli-Gym.)

Im Altmühljura

Aquarell auf stark genarbtem/festen Aquarellbütten.

Unterhalb der Mitte/rechts signiert und datiert : Hößl 1977

Bildmaß/Blatt : 16 × 24 cm
Rahmenmaß : 32 × 38 cm

Das Aquarell in sehr schöner/farbfrischer Erhaltung.
Ein feines Blatt!

Die vormals rückseitigen Montierungen mit Tesa wurden abgelöst, die wenigen verbliebenen Reste richten keinen Schaden an. Bei der Ausrahmung wurde das orig. Glas innen gereinigt und anschließend mit dem Passepartout staubfrei verschlossen. – Das alte/schlichte Passep. wurde belassen, auch die zwei kleinen/feinen Glaskratzer (außerhalb der Darstellung) sollten nicht stören.

Auf der vormaligen Rahmenabdeckung die Bleistiftnotiz :
“Im Juni 1979 bei Herrn Hößl gekauft / Herr Hirsch (?) war dabei”.

Unter typischem Aquarellrahmen der Zeit : weiß lackierte, kantige Leiste (minimal berieben).

Die Abb. mit Glas und Rahmen kann nur den Rahmen farbrichtig abbilden, die Spiegelung des Glases verfälscht die Farbstellung des Aquarells – hier weitaus näher die Abb. 1.

125 EUR





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Talblick (Altmühltal?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

“Talblick”

Auf der Rahmenleiste rücks. so bezeichnet.
Der gegenüberliegende Höhenrücken legt nahe, dass es sich um
einen Blick ins Altmühltal handelt.

Aquarell, unten rechts signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste. Die Rahmung stammt offensichtl. vom Künstler selbst.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß übergangen.

Das leichte Altersspuren zeigende Passepartout (kleine Pünktchen u. zwei minimale Wasserrändchen an der äußersten Unterkante) wurde belassen.

Bild und Rahmen in einer gepflegten, stimmigen Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf der Abb. mit Rahmen zu sehen sind, haben abbild.-techn. Gründe.

195 EUR





Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau 1998) : Küchenstilleben / Zwiebelsück. - Öl auf Leinwand, 1981

Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau 1998) :

Küchenstilleben / Zwiebelstück

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert (19)81.

Bildmaß : 18 × 24 cm
Rahmen : 29 × 35 cm

Das kleine Gemälde in unberührt schöner Erhaltung.
Wuchtiger, tiefgekehlter, rustikaler, alter Rahmen (durchaus passend).

Inge Scharl war zusammen mit ihrem Ehemann, Rudolf Scharl, 24 Jahre im Künstlerring Eichstätt aktiv; in Neuburg gehörten beide zu den Mitbegründern der “Neuburger Zwölf”.

Die Abb. ohne Rahmen stellt das Bild farbrichtiger dar, als diejenige mit Rahmen.





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : St. Antönien/Graubünden. - Öl auf Leinwand (Studie)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

St. Antönien / Graubünden

Öl auf Leinwand (Studie),
nicht signiert.

Bildmaß/Leinwand : 30 × 40 cm.

Bildseitig ortsbezeichnet, verso Nachlaßstempel.

Ca. 1920-1930.

Auf der bloßen Leinwand, ohne Keilrahmen etc.
Typisch für Studien die Nadeleinstiche in den äußersten Ecken.
Insgesamt in schöner/unberührter Erhaltung.

Alpine Malerei. Schneebilder. Bergbilder. Alpenmaler.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913. – Horst Ludwig (Hg.): Lexikon der Münchner Kunst (Bruckmann).





Theodor Urtnowski (1881 Thorn/Westpreussen - 1963 Danzig) : Danzig/Gdańsk. - Öl/Holz

Theodor Urtnowski
(1881 Thorn/Westpreussen-1963 Danzig/Gdańsk) :

Danzig / Gdańsk

Öl auf Sperrholz,
oben links sowie unten rechts signiert :
Th. Urtnowski / Danzig.

Bildmaß : 90 × 97 cm.
Rahmen : 96 × 104 cm.
Der wohlerhaltene, passende Rahmen wurde in jüngerer Zeit gefertigt.

Auf der Bildrückseite ein alter handschriftl. Vermerk des Käufers über den Erwerb des Gemäldes : “Diese Bild habe ich Weihnachten 1937 aus Danzig mir vom Maler zuschicken (?) lassen. Im Sommer 1937 habe ich es im Atelier des Malers angekauft”. – Oberhalb des Vermerks offensichtlich die Atelieradresse des Künstlers.

Das Bild könnte vielleicht auch schon etwas vor 1937 gemalt worden sein.

Erhaltung : Kleine Beschädigungen in den äußersten Ecken (im/unterhalb des Rahmenfalzes) sauber behoben. Wenige, professionell ausgeführte Rutschen; mit bloßem Auge nicht merklich.

Sehr ansprechender, geschlossener Gesamteindruck.

Literatur : Vollmer: Allgem. Lexikon der Bild. Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 4, S. 498 (Schüler von A. Maennichen in Berlin, weitergeb. in Paris. Eines seiner Haupthemen Panoramen, v.a. Ansichten von Danzig. In Velhagen & Klasings Monatsh. 54 – 1939/40 – 193/96, mit 5 Abb).

Aufgrund der Bildgröße ist ein Versand nicht möglich.
Eine kostenfreie Lieferung von 150 km im Umkreis von München ist aber gern.





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Öl/Leinwand

Vera Southby (verheiratet: Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”.

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Um 1925-1935.

Unten rechts signiert : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Darstellung : 40 × 50 cm
Rahmen : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute, passende Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.





Wilhelm Freund (1860 Schönbach/Dillkreis-1937 Hohemark (Oberursel/Taunus) : Taunuslandschaft/Am Sandplacken. - Pastell, 1914

Wilhelm Freund (1860 Schönbach/Dillkreis – 1937 Hohemark (Oberursel/Taunus) :

Taunus / Am Sandplacken

Pastell auf festem Karton,
unten rechts signiert und datiert : W. Freund / 1914.

Rückseitig (offensichtl. eigenhändig) bezeichnet :
Taunus / Am Sandplacken / Prof. W. Freund

Bildmaß (incl. Abstandsleiste) : 49,5 × 60 cm

Um das Pastell wurde von alter Hand, um es vor Abrieb zu schützen, rundum eine kleine Leiste als Abstandshalter angebracht. Der Karton ist unwesentlich leicht gewellt

Beim teilweisen Durscheinen des Malgrundes handelt es sich nicht um Abrieb, sondern um künstlerische Intention.

Der Sandplacken, Passhöhe zw. Oberursel u. Schmitten, führt ins Weiltal, (Verbindung Richtung Lahntal – Weilburg).

Vita : “Freund, Wilhelm (Ferdinand Wilhelm), dt. Maler, *23.6.1860 Schönbach/Dillkreis, †19.5.1937 Hohemark (Oberursel)/Taunus. – Biogramm : 1877-80 Ausb. am Lehrerseminar in Hilchenbach/Westfalen. Anschl. Lehrer in Preuß. – Ströhen. 1883 in Berlin Weiterbildung zum Turnlehrer und an der KA ebd. zum Zeichenlehrer für höhere Bildungsanstalten. Ab 1885 Zeichenlehrer in Eberswalde, in Tegel und am Lehrerinnenseminar in Berlin. 1898-1925 Kunstlehrer an der Musterschule in Frankfurt am Main. 1912 Professor. Engagierte sich maßgebl. an der Reform der schul. Kunsterziehung über Hessen hinaus (u.a. Fortbildungslehrgänge in Zürich) und ersetzte das Nachzeichnen von Gipsmodellen und Vorlagen durch das Freihandzeichnen und Naturstudium. Daneben malte F. stimmungsvolle Lsch. (Sommermorgen, 1896; Birkenallee, 1897; Aus dem Westerwald, 1904; alle Privat-Bes.), v.a. Heide-, Rügen- und Taunus-Motive sowie Frankfurter Altastadtansichten. – Bibliographie : ThB12, 1916. Festschr. zur Hundertjahrfeier der Musterschule 1803-1903, Ffm. 1903, 236. Frankfurt am Main, Inst. für Stadtgeschichte: Nekr.” (AKL XLIV, 2005, 493)





Oskar Gansloser (1881 Pforzheim - 1945) : Altes Städtchen bei Nacht (Ettlingen?) - Öl/Leinwand

Oskar Gansloser (1881 Pforzheim – 1945)

Sternennacht. Nachtwächter in einem Altstadtgässchen

Ettlingen mit der Martinskirche?

Unten rechts signiert in schöner Jugendstilschrift : O. Gansloser

Bildmaß : 65 × 40 cm
Rahmen : 71 × 45,5 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung, nur geringe Altersspuren.
Allerunterster und alleroberster Bildrand mit leichter Rahmenkantenbeschabung (siehe Abb. mit Signatur).

Das Nachtbild läßt sich nicht ganz einfach abbilden,
in natura wirkt das Bild etwas harmonischer, in den Farben weniger hart.

Literatur : Carlo Karrenbauer : Maler sehen den Bodensee. – Konstanz 1991, S. 128 (Kurzeintrag).

345 EUR





Anna Klein (1883 Nürnberg - 1941 Ghetto Kowno) : Burg Kipfenberg. - Öl/Lwd., signiert

Anna Klein (1883 Nürnberg – 1941 Ghetto Kowno) :

Burg Kipfenberg

Rückseitig auf dem Keilrahmen betitelt “Kipfenberg”.

Öl auf Leinwand, signiert unten links.
Zeitgenössisch alt gerahmt.

Bildmaß : 35 × 50 cm
Rahmen : 46 × 61,5 cm

Bild und Rahmen in schöner Erhaltung, nur ganz geringe Altersspuren.

Vita : Anna Klein (* 16. Februar 1883 in Nürnberg; † 25. November 1941 im Ghetto Kowno) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Neben Landschafts-, Tier- und Genrebilder in Öl, mit Motiven überwiegend aus Oberbayern und Tirol, schuf sie vor allem Druck- und Gebrauchsgrafik wie Exlibris, Etiketten, Postkarten u.a.m. Als Jüdin verfolgt, wurde die Künstlerin Ende 1941 von den Nationalsozialisten ermordet. – Leben und Wirken : Sie war das dritte Kind eines jüdischstämmigen zum evangelischen Glauben konvertierten wohlhabenden Wein- und Hopfenhändlers. Um 1900 kam Anna Klein, die bereits im Alter von sieben Jahren zum katholischen Glauben konvertierte, nach Dachau und wurde Schülerin an der privaten Malschule von Hans von Hayek. Sie beschäftigte sich vor allem mit Tierdarstellungen und Landschaftsmalerei. Folgend studierte sie (1902/03) an der privaten Malerinnenschule in Karlsruhe und vervollständigte ihre künstlerische Ausbildung an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins, wo sie Schülerin von Max Feldbauer und Julius Diez war. Im Jahre 1906 hielt sie sich mit einer Malklasse von Hans von Hayek in den Niederlanden auf: In dem Land der pittoresken Motive öffnete sich die Künstlerin neuen Sujets – sie schuf großformatige Zeichnungen von Bauern und Fischern, die ihr besonderes Interesse an der holländischen Tracht mit den typischen Hauben, den Schürzen und Holzschuhen widerspiegeln. Anna entdeckte die Liebe zum Detail und entwickelte ein feines Gespür für die Darstellung kleiner Zufälligkeiten und amüsanter Momente aus dem Alltag des ländlichen und städtischen Lebens. – 1908 war Anna Klein Teilnehmerin an einem von Franz Marc angebotenen Anatomiekurs. Auf einem Foto aus dem gleichen Jahr sieht man sie, neben dem Maler und seiner späteren Ehefrau Maria Franck, unter der wandfüllenden Zeichnung Panther, der einen Stier anspringt sitzen. 1910 absolvierte sie eine Ausbildung für das Zeichenlehramt an der Königlichen Kunstgewerbeschule München. Nach Abschluss der Zeichenlehrerinnenprüfung betätigte sich Anna Klein, die im Stadtteil Gern wohnte, als private Zeichenlehrerin. Zusammen mit ihrer Freundin Elisabeth Troll leitete sie eine eigene Zeichenschule, die 1933 in der Frühzeit des Nationalsozialismus geschlossen werden musste. Anna Klein, die seit ihrem 30. Lebensjahr an Rheumatismus litt, wurde zur Arbeit in einer Matratzenfabrik gezwungen. Da es ihr als Jüdin nicht erlaubt war, die Straßenbahn zu benützen, musste sie ihre im Münchner Stadtteil Haidhausen gelegene Arbeitsstätte tagtäglich zu Fuß erreichen. – Anna Klein, war 1919, 1920 und 1922 mit Ölgemälden und Grafiken im Glaspalast sowie 1914 auf der Weltausstellung für Buchgewerbe und Grafik in Leipzig vertreten. 1927 hatte sie eine Einzelausstellung im Axel-Juncker-Verlag in Berlin. – Die Künstlerin wurde am 20. November 1941 von München in das Ghetto von Kowno (anderen Orts wird irrtümlicherweise Theresienstadt angegeben verschleppt, wo sie fünf Tage später erschossen wurde. – Ein Teil ihres Nachlasses befindet sich in der Gemäldegalerie Dachau, die der Künstlerin eine Ausstellung (4. Juli – 28. September 2008)5 widmete. – Der größte Teil ihrer noch existierenden Ölgemälde und Radierungen befindet sich in einer seit 2012 stetig wachsenden privaten Sammlung, die durch die Galerie “Der Panther” – fine art mit Sitz in Freising betreut wird. Einige der verschollenen und in den Jahren 2012 bis 2016 wieder aufgefundenen Kunstwerke sind hier folgend aufgeführt.” (Wikip.)

Umgebung : Altmühltal/Anlautertal/Beilngries/Greding/Enkering/Eichstätt/Pfahldorf/Denkendorf/Kinding





Unser Ausstellungsraum in Wasserburg a. Inn Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden : KUNSTANTIQUARIAT : GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK

Seit Dezember zeigen wir (50 m weiter) in einer Ausstellungsvitrine ‘Unter den Bögen’, zwischen “V” und Café Rechenauer, Marienplatz 11, zusätzlich eine kleine Auswahl von Büchern und Graphiken des 16.-20. Jhs.





Richard Enders (Rodheim v.d. Höhe 1894 - 1973 Frankfurt/Main) : Wolfsegg/Naabtal (Oberpfalz). - Mischtechnik, 1938

Richard Enders (Rodheim vor der Höhe 1894 – 1973 Frankfurt/Main

“Wolfsegg/Naabtal” (Oberpfalz)

Mischtechnik (Tusche/Kreide/Röte),
signiert und verso datiert : 1938.

Bildmaß (ohen Passepartout) : 38 × 53,5 cm
Rahmen : 56,5 × 74 cm

Ausgestellt im Haus der Dt. Kunst, 1938 (rückseitig alter Klebezettel)

Erhaltung : Das Blatt etwas lichtschattig, das alte Passepartout angestaubt und gebräunt, der Rahmen gering bestoßen.

Vita : “Enders, Richard, dt. Maler, Graphiker, *16.1.1894 Rodheim vor der Höhe, †3.7.1973 Frankfurt am Main. – Biogramm : Erste Ausb. in Lith. und Rad. an der Gewerbeschule Frankfurt am Main. Stud.: Städelsches Kunst-Inst. ebd. (Lsch.-Kl. Andreas Egersdoerfer; Unterbrechung durch Krieg 1914-18). 1922 Ehrenpreis des Städel (lt. Sackenheim bereits 1913) und damit verbunden Bezug eines Freiateliers ebd. bis 1944. Stud.-Reisen u.a. nach Italien. V.a. Lsch. und Archit.-Ansichten; zahlr. Aqu. und Zchngn von Frankfurt. Umfangreiche Tätigkeit für die Industrie, u.a. in Hamburg; zahlr. Industrie-Zchngn. – Lit.:Frankfurter Biogr., I, Ffm. 1994. Sackenheim, Frankfurter Wochenschau 1936(49) 6, 8; H.-O. Schembs, Frankfurt wie es Maler sehen, Würzburg 1989” (AKL XXXIII, 2002, 541)

365 EUR





Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.) : Kapelle in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.)

Die Kapelle “Unserer Lieben Frau” in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Öl auf Papier auf Pappe,
signiert u. ortsbezeichnet.

Rückseitig mit handschriftlicher Widmung :
“Hochwürdigsten Herrn Stadtpfarrer Aflons Pöhlein herzlichst gewidmet
von Familie Gregor Huber-Sulzemoos. – Obermenzing im September 1956.”

Darstellung : 35 × 50 cm.
Rahmen : 45 × 69 cm

Der Firnis teils leicht eingeschlagen (d.h. dort nicht glänzend).
Vor allem in der Himmelspartie längliche/flache Druckstellen,
die wohl schon ursprünglich vorhanden waren und auch nicht sehr stören.
Die im Bild verteilten hellen Stellen (bes. im Acker) dürften maltechnisch bedingt sein.

Alles in allem stimmiger Gesamteindruck mit angenehmem Altersschmelz.

Vita : “Hans Huber-Sulzemoos (* 21. März 1873 in Sulzemoos; † 7. März 1951 in München) war ein deutscher Kinderbilder-, Blumen-, Madonnen- und Landschaftsmaler. Er pflegte hauptsächlich die christliche Kunst. Er war der Sohn des Sulzemooser Land- und Gastwirts Martin Huber und dessen Ehefrau Theresia, geb. Parl […] Ab 1888 studierte er an der Münchner Akademie und in der privaten Malschule von Anton Ažbe […]

Der Künstler unternahm mit seinem Freund Matthäus Schiestl ausgedehnte Studienreisen durch Deutschland, Italien und England, dabei interessierten sich die beiden Künstler insbesondere für alte Kapellen und Bildwerke alter Meister. Hans Huber-Sulzemoos, der in dankbarer Erinnerung an seine Kindheit den Namen seines Geburtsortes seinem Namen hinzufügte, hatte u.a. mehrere Altarbilder geschaffen […] Neben seinen unzähligen Bildern der christlichen Kunst hatte Hans Huber-Sulzemoos immer wieder das Dachauer Moos gemalt. Der Künstler stellte 1908 das erste mal zwei Bilder („Primula Auricula“ und „am Waldesrand“) im Münchner Glaspalast aus, diese wurden nach wenigen Tagen beide verkauft […] Anfang der 1920er Jahre hatte er die von Bischof Michael Buchberger in den katholischen Bekenntnisschulen Bayern eingeführte Bibel illustriert […] Hans Huber-Sulzemoos Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof München-Obermenzing …”

Bad Endorf, Schonstett, Höslwang, Amerang, Söchtenau, Vogtareuth, Wasserburg am Inn, Prien, Rimsting, Wasserburg am Inn

375 EUR





Heinrich Marr (1807 Hamburg - 1871 München) : Bauernhaus. - Aquarell, 1855

Heinrich Marr (1807 Hamburg – 1871 München)

Bauernhaus in Oberbayern (wohl Oberland)

Aquarell über Bleistift,
unten links signiert und datiert : (18)55

Blattmaß : ca. 24 × 33 cm

Erhaltung:

Das Blatt lag bislang unter Passepartout und weist an drei Seiten deutliche Lichtrandigkeit auf (siehe Pfeile in der Abb.).

In der Himmelspartie (Wolken) tls. leichte Bleiweißoxidation.
Das ganze Blatt etwas gebräunt und lichtbleich.

Bei allen Mängeln : Das Blatt zeigt in natura wesentlich mehr Körper und Unmittelbarkeit, als es auf den Abb. erscheinen mag.

Auf die Rückseite des Bildes wurde punktuell an den vier Ecken ein Blatt mit Widmung montiert (ein Geschenk, genau 100 Jahre nach der Entstehung des Aquarells, 1855-1955). Die Papierbräunung des Widmungsblattes hat auf der Rückseite des Aquarells keinen Schaden angerichtet.





Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm): Interieur mit Feuerlilien. - Öl/Leinwand

Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm) :

Interieur mit Feuerlilien

Öl auf Leinwand,
signiert unten rechts : Stremel.

Bildmaß : 96 × 70 cm (ohne Rahmen)

Schöner, stimmiger Gesamteindruck.

M.A. Stremel, der sich mit seinem Freund Fritz v. Uhde in den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Paris aufhielt und wo er spürbar vom Pointillismus beinflußt wurde, kam nach seiner Rückkehr aus Frankreich immer wieder zu Malaufenthalten nach Wasserburg.





Michael Kiefer (1902 München-1980 Übersee/Chiemsee) : Am Samerberg (Chiemgau). - Öl auf Leinwand

Michael Kiefer (1902 München – 1980 Übersee/Chiemsee) :

Samerberg

Öl auf Leinwand, unten links signiert : M. Kiefer.

Bildmaß : 60 × 80 cm
Das Gemälde hat keinen Rahmen.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung. Die Signatur wohl bei einer früheren Reinigung ein kleinwenig “gedünnt”, aber klar erkennbar.

Literatur : Fritz Aigner : Maler am Chiemsee [Chiemseemaler]. Hrsg. Markt Prien [2. Aufl. 1995], S. 310 f. (mit gr. Farbabb.) und S. 371 (Vita).

Inntal, Heuberg, Chiemgau, Chiemgauer Berge, Roßholzen





[Anonymus] : Damenakt (Studie). - Öl auf Pappe, um 1900/1920

[Anonymus] :

Damenakt (Studie).

Öl auf starker Pappe,
unten rechts signiert (für uns nicht entzifferbar).

Wohl um 1900- 1920.

Bildmaß : 40 × 25 cm.

Schöner, stimmiger Gesamteindruck

Typische Akademiestudie, mit Stand- und Spielbeindarstellung.





ZUSCHREIBUNG : Feri/Ferdinand Schwarz (1869 Moskau-1923 Wien) : Locarno/Tessin. - Zwei Ölstudien, 1918

Zuschreibung : Feri (Ferdinand) Schwarz 1869 Moskau – 1923 Wien)

Locarno/Tessin : Weiden und Rebstöcke im Schnee

2 Ölstudien,
jeweils Öl auf Malpappe.

Das kleinere Bild unsigniert, die größere Darstellung
unten links signiert, datiert und ortsbezeichnet :
“F. Schwarz 1919 / Locarno” (die Ortsbez. unterhalb des Rahmenfalzes).

Bildmaße : 27 × 20,5 cm und 22 × 16 cm
In schmalen, älteren Blattgoldrahmen (v.a. die Gehrungen mit deutl. Altersspuren).

Zwei feine Kunststücke in schöner Erhaltung.

Die Signatur erinnert an Ferdinand Schwarz, genannt Feri Schwarz (1869 Moskau – 1923 Wien), vgl. Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts (F. Schwarz, eigentl. ein Aquarellist; die stark graphische Auffassung, die sich in den beiden kleinen Gemälden ausdrückt, läßt aber die Hand von Feri Schwarz nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen).






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