Hansl Bock (1893 München-Freising 1973) : Blumenstilleben

Hansl Bock (1893 München-Freising 1973) :

Blumenstilleben

Öl auf Karton/auf Pappe.

Unten links mit Bleistift bezeichnet
(darf als vollgültige Signatur gelten) : Hansl Bock.

Bildmaß : 70 × 50 cm.

Geringe Altersspuren, wie sie bei diesem flüchtig/raschen Farbauftrag nicht ganz ausbleiben können. Die Ecken mit Druckstellen, die Kanten etwas berieben, bei einer allfälligen Rahmung würden diese kleinen Mängel
ohnehin vom Falz überdeckt werden. – Die Rückseite (mit Leinen gegenkaschiert) altfleckig.

Vita : “Bock, Hansl (eigtl. Vogel, Johanna Susanne Maria), dt. Malerin, Aquarellistin, Zeichnerin, *22.9.1893 München, †7.1.1973 Freising. – Biogramm : Tochter der Malerin Johanna Merré, Gattin des Malers Ludwig Bock. Findet durch ihren Stiefvater, den Adolf Münzer-Schüler Franz Hienl-Merré, Zugang zum Kreis der “Scholle”. Schülerin ihres Mannes und von Julius Seyler. Stellt 1927 bei der Münchener Sezession, dann als Mitgl. der “Juryfreien” aus. 1935 letzte Ausst.-Beteiligung. Reisen nach Italien und Spanien. Aufenthalte in Straßburg und Paris, dort seit 1924 eigenes Atelier. – Stilist. und themat. beeinflußt von ihrer Mutter, J. Seyler, L. Bock, später von Utrillo, Matisse und Gauguin. Ihre Handschrift ist geprägt von expressiver Farbigkeit, pastosem Auftrag, spontanem, meist nervösem Duktus, zuweilen mit der Tendenz zum Naiven. V.a. Stadtlandschaften mit Kontrasten von statuar. Archit., bizarren Bäumen und bewegter Staffage. Daneben Blumenstilleben, Figürliches. Sign. ab 1934 in 2. Ehe für kurze Zeit mit “Hansl Bischoff”. Ausstellungen. E: 1974-75 München, Gal. Bernd Dürr: Retr.” (AKL XII, 1996, 43). – Siehe auch : Horst Ludwig (Hg.) Münchner Maler im 19./20. Jh., Bd. 5, 1993, S. 94 mit 3 Abb. von Bildern sowie Signaturfaksimile.

245 EUR





Michael Lindner (1880 Pechofen/Lk. Tirschenreuth - Weiden - Straubing 1941) : Landschaft (Oberpfalz). - 1921

Michael Lindner (1880 Pechofen/Lk. Tirschenreuth – Weiden – Straubing 1941) :

Landschaft

Im Vordergrund Weiher, im Mittelgrund großes Gehöft od. Schloß, dahinter wohl der Oberpfälzer- od. Bayerische Wald.

Öl auf Holz,
signiert und datiert (‘21) unten links.

Bildmaß : 35 × 50 cm

Erhaltung :
Rundum stark angestaubt. Unten links winzige kl. Farbabsplitterungen. Am rechten Rand mittig ein nur wenig merklicher, horizontaler Riß der Malunterlage. Von der Rückseite her gesehen wird deutlich, dass die beiden Einschubleisten nicht nachträglich angebracht wurden, sondern der Maltträger von vornherein aus zwei Teilen bestand, die vor der Bemalung aneinandergefügt/geleimt wurden. Der Bildträger insgesamt etw. gewölbt/verzogen.

Vita : “Der Maler Michael Lindner führte ein unstetes Leben. Er wurde am 21. Februar 1880 in Pechofen, Landkreis Tirschenreuth, als Sohn des Brauereibesitzers Anton Lindner …. geboren. (N)ach einigen Volksschuljahren durfte er das humanistische Gymnasium in Regensburg besuchen. Er schloss seine Ausbildung dort erfolgreich ab, wollte dann aber weder eine juristische, medizinische noch kirchliche Laufbahn einschlagen, sondern wandte sich der Kunst zu. Schon von Jugend an hatte er gerne gezeichnet und gemalt. So entschloss er sich nach dem Abitur, die Kunstakademie in München zu besuchen. Am 27. November 1914 heiratete Michael Lindner, der das Malen inzwischen zu seinem Beruf gemacht hatte, in Dresden die aus Budweis stammende Luise Koch und zog mit ihr in seinen Heimatort Pechofen. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem Lindner den Sanitätern angehörte, ließ er sich mit seiner Frau zunächst in Mitterteich, dann in Waldsassen nieder. Am 1. November 1931 kam die Familie nach Weiden und wohnte zunächst in der Inneren Vohenstraußer Straße 32, heute Friedrich Ebert-Straße. Von dort erfolgte 1935 der Umzug zum Oberen Markt 5. Weitere Stationen von Michael Lindners Leben waren Marktredwitz, Karlsbad – dort verbrachte er 1939/40 einen längeren Studienaufenthalt – und Straubing, wo er einen künstlerischen Auftrag ausführen sollte. In dieser Stadt verstarb er aber am 15. Februar 1941.

Er malte das Gesicht seiner oberpfälzer Heimat und auch das Gesicht Weidens hielt er in vielen Gemälden fest.” (Entnommen der Internet-Kulturseite der Stadt Weiden. – Zu nennen auch ein Wikipedia-Artikel, indem zudem der Spitzname des Malers (“Kunstmichl”) erwähnt wird.)





Unser Ausstellungsraum in Wasserburg a. Inn Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden : KUNSTANTIQUARIAT : GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK

Seit Dezember zeigen wir (50 m weiter) in einer Ausstellungsvitrine ‘Unter den Bögen’, zwischen “V” und Café Rechenauer, Marienplatz 11, zusätzlich eine kleine Auswahl von Büchern und Graphiken des 16.-20. Jhs.





Richard Enders (Rodheim v.d. Höhe 1894 - 1973 Frankfurt/Main) : Wolfsegg/Naabtal (Oberpfalz). - Mischtechnik, 1938

Richard Enders (Rodheim vor der Höhe 1894 – 1973 Frankfurt/Main

“Wolfsegg/Naabtal” (Oberpfalz)

Mischtechnik (Tusche/Kreide/Röte),
signiert und verso datiert : 1938.

Bildmaß (ohen Passepartout) : 38 × 53,5 cm
Rahmen : 56,5 × 74 cm

Ausgestellt im Haus der Dt. Kunst, 1938 (rückseitig alter Klebezettel)

Erhaltung : Das Blatt etwas lichtschattig, das alte Passepartout angestaubt und gebräunt, der Rahmen gering bestoßen.

Vita : “Enders, Richard, dt. Maler, Graphiker, *16.1.1894 Rodheim vor der Höhe, †3.7.1973 Frankfurt am Main. – Biogramm : Erste Ausb. in Lith. und Rad. an der Gewerbeschule Frankfurt am Main. Stud.: Städelsches Kunst-Inst. ebd. (Lsch.-Kl. Andreas Egersdoerfer; Unterbrechung durch Krieg 1914-18). 1922 Ehrenpreis des Städel (lt. Sackenheim bereits 1913) und damit verbunden Bezug eines Freiateliers ebd. bis 1944. Stud.-Reisen u.a. nach Italien. V.a. Lsch. und Archit.-Ansichten; zahlr. Aqu. und Zchngn von Frankfurt. Umfangreiche Tätigkeit für die Industrie, u.a. in Hamburg; zahlr. Industrie-Zchngn. – Lit.:Frankfurter Biogr., I, Ffm. 1994. Sackenheim, Frankfurter Wochenschau 1936(49) 6, 8; H.-O. Schembs, Frankfurt wie es Maler sehen, Würzburg 1989” (AKL XXXIII, 2002, 541)

395 EUR





Hermann Franz von Le Suire (1861 Ansbach - 1933 Unterwössen/Chiemgau) : Restschnee (Studie). - Öl auf Leinwand/auf Pappe, signiert

Hermann Franz von Le Suire (1861 Ansbach-1933 Unterwössen/Chiemgau) :

Restschnee (Studie)

Öl auf Leinwand/auf Pappe,
signiert unten links.

Bildmaß : ca. 27,5 × 36,5 cm.
Die Leinwand nicht ganz gleichmäßig auf der Unterlage. Bei einer allfälligen Rahmung würden die “fehlenden” Millimeter vom Rahmenfalz überdeckt.

In schöner, unberührter Erhaltung.

Eine leichte/gleichmäßige Wölbung des Bildes nach vorne ist bedingt durch die Aufleimung auf die Unterlagenpappe und ist nicht sehr auffällig oder gar störend.

Zur Abbildung : Aufgrund der Spiegelung ist die Differenziertheit und auch die klare Strukturiertheit der Studie nur sehr ungenügend dargestellt.

Vita : H. F. v. Le Suire stammt aus einer Hugenottenfamilie. Lehrer u.a. August Fink und Otto Strützel. Seit 1890 bzw. 1898 in Unterwössen (Achental). Villa und Atelier in Zeilerfeld. Mit Richard Strauss u. Anton Müller-Wischin auch in einer geselligen Kartenrunde.

Literatur : Fritz Aigner/Josef Bernrieder: Mit den Malern durch den Landkreis Rosenheim. – R’heim 1989. – S. 446, Abb. S. 211.

225 EUR





Theodor Urtnowski (1881 Thorn/Westpreussen - 1963 Danzig) : Danzig/Gdańsk. - Öl/Holz

Theodor Urtnowski
(1881 Thorn/Westpreussen-1963 Danzig/Gdańsk) :

Danzig / Gdańsk

Öl auf Sperrholz,
oben links sowie unten rechts signiert :
Th. Urtnowski / Danzig.

Bildmaß : 90 × 97 cm.
Rahmen : 96 × 104 cm.
Der wohlerhaltene, passende Rahmen wurde in jüngerer Zeit gefertigt.

Auf der Bildrückseite ein alter handschriftl. Vermerk des Käufers über den Erwerb des Gemäldes : “Diese Bild habe ich Weihnachten 1937 aus Danzig mir vom Maler zuschicken (?) lassen. Im Sommer 1937 habe ich es im Atelier des Malers angekauft”. – Oberhalb des Vermerks offensichtlich die Atelieradresse des Künstlers.

Das Bild könnte vielleicht auch schon etwas vor 1937 gemalt worden sein.

Erhaltung : Kleine Beschädigungen in den äußersten Ecken (im/unterhalb des Rahmenfalzes) sauber behoben. Wenige, professionell ausgeführte Rutschen; mit bloßem Auge nicht merklich.

Sehr ansprechender, geschlossener Gesamteindruck.

Literatur : Vollmer: Allgem. Lexikon der Bild. Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 4, S. 498 (Schüler von A. Maennichen in Berlin, weitergeb. in Paris. Eines seiner Haupthemen Panoramen, v.a. Ansichten von Danzig. In Velhagen & Klasings Monatsh. 54 – 1939/40 – 193/96, mit 5 Abb).

Aufgrund der Bildgröße ist ein Versand nicht möglich.
Eine kostenfreie Lieferung von 150 km im Umkreis von München ist aber jederzeit.





Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) : Niederbayern/Bauerngehöft. - Filzstift

Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) :

Niederbayerisches Bauerngehöft

Filzstift,
unten links signiert.

Blattmaß : 44 × 57 cm.

Auf filzig weichem, ungeleimten Papier (Trockenstempel : VAMPYR).
In guter Erhaltung.

Aus dem Spätwerk Neruds. Reduktion in Farbe und Form und Verdichtung zugleich, ohne Schnicki-Schnacki, hin zur idealtypisch gültigen Form der niederbayerischen Stadellandschaft zwischen Rott und Inn.





Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.) : Kapelle in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.)

Die Kapelle “Unserer Lieben Frau” in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Öl auf Papier auf Pappe,
signiert u. ortsbezeichnet.

Rückseitig mit handschriftlicher Widmung :
“Hochwürdigsten Herrn Stadtpfarrer Aflons Pöhlein herzlichst gewidmet
von Familie Gregor Huber-Sulzemoos. – Obermenzing im September 1956.”

Darstellung : 35 × 50 cm.
Rahmen : 45 × 69 cm

Der Firnis teils leicht eingeschlagen (d.h. dort nicht glänzend).
Vor allem in der Himmelspartie längliche/flache Druckstellen,
die wohl schon ursprünglich vorhanden waren und auch nicht sehr stören.
Die im Bild verteilten hellen Stellen (bes. im Acker) dürften maltechnisch bedingt sein.

Alles in allem stimmiger Gesamteindruck mit angenehmem Altersschmelz.

Vita : “Hans Huber-Sulzemoos (* 21. März 1873 in Sulzemoos; † 7. März 1951 in München) war ein deutscher Kinderbilder-, Blumen-, Madonnen- und Landschaftsmaler. Er pflegte hauptsächlich die christliche Kunst. Er war der Sohn des Sulzemooser Land- und Gastwirts Martin Huber und dessen Ehefrau Theresia, geb. Parl […] Ab 1888 studierte er an der Münchner Akademie und in der privaten Malschule von Anton Ažbe […]

Der Künstler unternahm mit seinem Freund Matthäus Schiestl ausgedehnte Studienreisen durch Deutschland, Italien und England, dabei interessierten sich die beiden Künstler insbesondere für alte Kapellen und Bildwerke alter Meister. Hans Huber-Sulzemoos, der in dankbarer Erinnerung an seine Kindheit den Namen seines Geburtsortes seinem Namen hinzufügte, hatte u.a. mehrere Altarbilder geschaffen […] Neben seinen unzähligen Bildern der christlichen Kunst hatte Hans Huber-Sulzemoos immer wieder das Dachauer Moos gemalt. Der Künstler stellte 1908 das erste mal zwei Bilder („Primula Auricula“ und „am Waldesrand“) im Münchner Glaspalast aus, diese wurden nach wenigen Tagen beide verkauft […] Anfang der 1920er Jahre hatte er die von Bischof Michael Buchberger in den katholischen Bekenntnisschulen Bayern eingeführte Bibel illustriert […] Hans Huber-Sulzemoos Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof München-Obermenzing …”

Bad Endorf, Schonstett, Höslwang, Amerang, Söchtenau, Vogtareuth, Wasserburg am Inn, Prien, Rimsting, Wasserburg am Inn

375 EUR





Heinrich Marr (1807 Hamburg - 1871 München) : Bauernhaus. - Aquarell, 1855

Heinrich Marr (1807 Hamburg – 1871 München)

Bauernhaus in Oberbayern (wohl Oberland)

Aquarell über Bleistift,
unten links signiert und datiert : (18)55

Blattmaß : ca. 24 × 33 cm

Erhaltung:

Das Blatt lag bislang unter Passepartout und weist an drei Seiten deutliche Lichtrandigkeit auf (siehe Pfeile in der Abb.).

In der Himmelspartie (Wolken) tls. leichte Bleiweißoxidation.
Das ganze Blatt etwas gebräunt und lichtbleich.

Bei allen Mängeln : Das Blatt zeigt in natura wesentlich mehr Körper und Unmittelbarkeit, als es auf den Abb. erscheinen mag.

Auf die Rückseite des Bildes wurde punktuell an den vier Ecken ein Blatt mit Widmung montiert (ein Geschenk, genau 100 Jahre nach der Entstehung des Aquarells, 1855-1955). Die Papierbräunung des Widmungsblattes hat auf der Rückseite des Aquarells keinen Schaden angerichtet.





Ernst Klinger (1900 Anzing - 1962 München) : Stilleben. - Öl/Leinwand, 1947

Ernst Klinger (1900 Anzing – 1962 München) : “Stilleben”

Öl auf Leinwand, signiert unten links.

Rückseitig mit Bleistiftdatierung : 1947.

Bildgröße/Keilrahmen : 60 × 80 cm.
Rahmen : 78 × 97 cm.

Das Gemälde wurde in der Sonderausstellung zum 30jährigen Bestehen der Künstlergemeinschaft “Neue Gruppe” im Rahmen der alljährl. Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst gezeigt.

Verso Klebezettel :
Große Kunstausstellung München 1977 /
Stilleben. Katalog-Nr. 546 (mit Abbildung).

Das Gemälde insgesamt in guter Erhaltung.
Ldiglich im rechten/oberen Zwickel kleine Leinwandwellung, die sich wohl durch eine nicht ganz gleichmäßige Aufspannung gebildet hat. Mittig rechts eine feine Spur von Krakelee, im Bildganzen kaum auffällig (s. Pfeile in Abb. 3).

Regelmäßig Ausstellungsbeteiligung an der Großen Kunstausstellung München / Haus der Kunst. Mitglied der “Neuen Gruppe”.





Carl Plückebaum (1880 Düsseldorf 1952): Der hl. Anton und die Deuvel

Carl Plückebaum (1880 Düsseldorf 1952) :

“Der Hl. Anton und die Deuvel” (rückseitig betitelt)

Öl auf Leinwand,
unten links signiert und darunter datiert : Plückebaum / (19)17.

Die Signatur ohne das meist übliche “C” vor dem Nachnamen,
es kommen aber durchaus auch Signaturen ohne den (abgekürzten) Vornamen vor.

Darstellung : 60 × 65 cm.
Bild und Rahmen in guter Erhaltung. Wenige, ganz minimal kleine Beschabungen sowie etwas angestaubt.

Neben Carl Schmitz-Pleis u. Walter Ophey Vertreter des Düsseldorfer Neoimpressionismus. Schüler an der Düsseldorfer Akademie von Eduard von Gebhardt u. Johann Peter Theodor Janssen; u.a. Studienreise nach Italien, Aufenthalt im Kloster der Franziskaner in Fiesole, lebte dort gemeinsam mit den Brüdern.





Carl Otto Müller (1901 Coburg-1970 Kipfenberg/Mchn.) : Blumenstilleben

Carl Otto Müller (1901 Coburg-1970 Kipfenberg-Grösdorf/Mchn.) :

“Blumenstück am Fenster”

Öl auf Leinwand, monogrammiert und datiert (19)55.

Rückseitig (wie üblich) von C.O.M. betitelt,
mit vollem Namen signiert sowie nochmals datiert (19)55.

Bildgröße : 81 × 38 cm
Rahmen : 91 × 48 cm

Das Gemälde in schöner Erhaltung.
Der zeitgenössisch alte Rahmen hell/professionell übergangen.

Ein Bild von hoher Malkultur.
Sehr stimmiger Gesamteindruck.

Zu Leben und Werk des Künstlers s. Wilhelm Rüdiger :
Der Maler Carl Otto Müller. – Ingolstadt [1976].





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Öl/Leinwand

Vera Southby (verheiratet: Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”.

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Um 1925-1935.

Unten rechts signiert : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Darstellung : 40 × 50 cm
Rahmen : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute, passende Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.





Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm): Interieur mit Feuerlilien. - Öl/Leinwand

Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm) :

Interieur mit Feuerlilien

Öl auf Leinwand,
signiert unten rechts : Stremel.

Bildmaß : 96 × 70 cm (ohne Rahmen)

Schöner, stimmiger Gesamteindruck.

M.A. Stremel, der sich mit seinem Freund Fritz v. Uhde in den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Paris aufhielt und wo er spürbar vom Pointillismus beinflußt wurde, kam nach seiner Rückkehr aus Frankreich immer wieder zu Malaufenthalten nach Wasserburg.





Michael Kiefer (1902 München-1980 Übersee/Chiemsee) : Am Samerberg (Chiemgau). - Öl auf Leinwand

Michael Kiefer (1902 München – 1980 Übersee/Chiemsee) :

Samerberg

Öl auf Leinwand, unten links signiert : M. Kiefer.

Bildmaß : 60 × 80 cm
Das Gemälde hat keinen Rahmen.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung. Die Signatur wohl bei einer früheren Reinigung ein kleinwenig “gedünnt”, aber klar erkennbar.

Literatur : Fritz Aigner : Maler am Chiemsee [Chiemseemaler]. Hrsg. Markt Prien [2. Aufl. 1995], S. 310 f. (mit gr. Farbabb.) und S. 371 (Vita).

Inntal, Heuberg, Chiemgau, Chiemgauer Berge, Roßholzen





[Anonymus] : Damenakt (Studie). - Öl auf Pappe, um 1900/1920

[Anonymus] :

Damenakt (Studie).

Öl auf starker Pappe,
unten rechts signiert (für uns nicht entzifferbar).

Wohl um 1900- 1920.

Bildmaß : 40 × 25 cm.

Schöner, stimmiger Gesamteindruck

Typische Akademiestudie, mit Stand- und Spielbeindarstellung.





ZUSCHREIBUNG : Feri/Ferdinand Schwarz (1869 Moskau-1923 Wien) : Locarno/Tessin. - Zwei Ölstudien, 1918

Zuschreibung : Feri (Ferdinand) Schwarz 1869 Moskau – 1923 Wien)

Locarno/Tessin : Weiden und Rebstöcke im Schnee

2 Ölstudien,
jeweils Öl auf Malpappe.

Das kleinere Bild unsigniert, die größere Darstellung
unten links signiert, datiert und ortsbezeichnet :
“F. Schwarz 1919 / Locarno” (die Ortsbez. unterhalb des Rahmenfalzes).

Bildmaße : 27 × 20,5 cm und 22 × 16 cm
In schmalen, älteren Blattgoldrahmen (v.a. die Gehrungen mit deutl. Altersspuren).

Zwei feine Kunststücke in schöner Erhaltung.

Die Signatur erinnert an Ferdinand Schwarz, genannt Feri Schwarz (1869 Moskau – 1923 Wien), vgl. Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts (F. Schwarz, eigentl. ein Aquarellist; die stark graphische Auffassung, die sich in den beiden kleinen Gemälden ausdrückt, läßt aber die Hand von Feri Schwarz nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen).





Paul H. Wolff (1889 Berlin - 1964 München) : Arber/Bayerischer Wald. - Tempera, 1938

Paul H. Wolff (1889 Berlin – 1964 München)

“Arber i. bair. Wald”

Tempera,
signiert und datiert 1938.

Darstellung/Sichtmaß : ca. 36 × 50 cm.
Rahmen : 48 × 63 cm.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
Der Rahmen der Zeit (teils mit kleineren Bestoßungen/Bereibungen).





Paul Hey (1867 München - 1962 Gauting), Zuschreibung : PALSWEIS (Gem. Bergkirchen/bei Dachau). - Tempera, wohl 1940er Jahre

Paul Hey (1867 München – 1962 Gauting), Zuschreibung :

Palsweis mit der Kirche St. Urban.

Erinnerert sehr an Paul Hey.

Tempera, wohl Anfang/Mitte 1940-er Jahre.

Ohne Signatur oder sonstiger Bezeichnung.
Bildmaß : 34 × 65 cm. Auf starkem Karton.

Die weiße Umrandung an zwei Seiten beschnitten, Kanten gering berieben.
Die Farbauslassungen, die den Malgrund durchscheinen/mitspielen lassen (v.a. in der Himmelspartie), sind beabsichtigt.

Insgesamt in sehr ansprechender Erhaltung.

Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtaufnahme.

Palsweis, Gemeinde Bergkirchen/Olching/Lk. Dachau.

265 EUR





Bartholomäus Wappmannsberger (1894 Prien 1984) : Junge Chiemgauerin. - Öl auf Leinwand auf Hartfaser

Bartholomäus Wappmannsberger (1894 Prien 1984)

Junge Chiemgauerin, Mandoline spielend.

Öl auf Leinwand/Hartfaserplatte, unten links signiert.

Bildmaß/Sichtmaß : 50 × 49 cm
Rahmen : 62,5 × 60 cm

Das Gemälde (im Stil der Neuen Sachlichkeit) in schöner Erhaltung.
Rahmen der Zeit (kleine Bereibungen/Bestoßungen v.a. an den Außenschenkeln).

Gemeinsame Lehrzeit mit dem gleichaltrigen, späteren Chiemseemaler Hiasl-Maier Erding in Prien. In der Auffassung erinnert das Portrait sehr an den Aiblinger Maler Sepp Hilz.

Literatur : Karl J. Aß: Bartholomäus Wappmannsberger 1894-1984. Kirchenmaler – Landschafter – Porträtist – Krippenmaler. Prien 1995.

Bitte beachten : Kein Versand, aber wir liefern das Gemäle bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich/kostenlos aus.





G. Acrél (Paris) : Blumenstilleben. - Öl/Malpappe

G. Acrél (Paris) :

Blumenstilleben

Öl auf Pappe,
unten rechts signiert : G. Acrél / Paris.
Mitte 20. Jh.

Bildmaß : 43 × 29 cm.
Lediglich die äußersten Bildränder beschabt.





Carl Josef Sator (*1890) : Frühling im Isartal. - Öl/Lwd., 1940

Carl Josef Sator (*1890) :

“Frühling im Isartal”

Öl auf Leinwand,
signiert und datiert (19)40.

Bildmaß : 67 × 63 cm
Rahmen : 85 × 81 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung.

In der Partie der Baumkronen wurde die Farbe teils nur dünn lasierend aufgebracht (siehe Abb. im Gegenlicht), dort einige winzige Farbabreibungen, die aber nur aus allernächster Nähe überhaupt erkennbar sind.

Der wuchtig breite Rahmen auf der Schauseite mit minimalen Kratzern, an den Außenseiten der Rahmenschenkel kleine Beschädigungen resp. Ausbesserungen.

Rückseitig Klebezettel mit Angaben zum Künstler :
Mitglied im RdbK, Wohnort : Hechenberg, Post Bad Tölz.
Dazu ein Ausschnitt eines Zettels, der auf die/eine Kunstausstellung in München 1940 verweist (Bei Durchsicht der Ausstellungskataloge Haus der Deutschen Kunst/München im betreff. Zeitraum konnten wir allerdings keine Erwähnug des Malers finden).





E. Thiery : In einer kleinen Stadt in Frankreich. - Öl/Pappe

E. Thiery :

In einer kleinen Stadt in Frankreich

Öl auf starker Pappe, unten rechts signiert : E. Thiery.

Wohl 1900-1920er Jahre.

Bildmaß : 35 × 27 cm.

Vereinzelte Farbaussparungen, die den Malgrund zum “Mitspielen” bringen (m.E. keine Beschabungen, wie vielleicht im ersten Moment auch angenommen werden könnte).

Auf der Rückseite von jüngerer Hand “Edmond Thiery 1875 – 1946”,
ob diese Zuschreibung zutreffend ist, muß offen bleiben.





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Dynamische Komposition

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Dynamische Komposition [ohne Titel].

Öl auf Hartfaser.
Signiert und datiert : (19)64.

Bildgröße : 50 × 68 cm.





Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos. - Ölstudie, um 1880-1900

Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos.

Öl auf Pappe (Studie), um 1880-1900.
Nicht signiert.

Erhaltung : Teils Bereibungen, teils kleinere Retuschen, die jedoch den Gesamteindruck nicht sehr stören.

Vita : Gietl, Josua von, dt. Maler, Jurist, *28.10.1847 München, †10.5.1922 ebd. (begr. auf dem Alten südl. Friedhof). Sohn des Franz Xaver Ritter von G. und der Anna Maria, geb. Pasch. 1858-68 Maximiliansgymnasium in München; Stud.: Univ. München Rechts-Wiss., dann Malerei an der KA bei Wilhelm von Lindenschmit d.J., Adolf Lier und Josef Wenglein. Um 1880 bei Dachau, in der nördl. Umgebung von München (Allach, Lohhof), in Oberbayern (Chiemsee) sowie im Salzkammergut (Gosau) tätig. Beschickte ab 1883 die jährl. Glas-Pal.-Ausst. und des KV in München, ab 1893 die Große Berliner Kunst-Ausst. und 1886 die Jubiläums-Ausst. in Berlin. Mitgl. der Münchner Künstler-Genossenschaft und der Vrg Münchner Aquarellisten. – Typ. Vertreter der späteren Münchner Freilichtmalerei. Die Ölskizzen der 1880er Jahre, die in der Umgebung von Dachau entstanden, zeigen Lsch.-Ausschnitte und Menschen-Darst. in raschem, lockerem Farbauftrag: meist mittelformatige Lsch.-Bilder, häufig mit bäuerl. Motiven als Staffage. Es dominieren großflächige, bewölkte und überwiegend sommerl. Himmel über einem tiefliegenden, weiten Horizont, in dem gelegentl. die Silhouetten von Dörfern auftauchen …”. (Siegfried Weiß, in AKL LIII, 2007, 440)






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