A. Kohler : Burganlage. - Die Schülzburg im Großen Lautertal auf der Schwäbischen Alb, 1885 abgebrannt (heute Ruine). - Aquarell über Feder, 1821

Burganlage :

Die Schülzburg im Großen Lautertal auf der Schwäbischen Alb.
1885 abgebrannt (heute Ruine).

Aquarell über Feder, 1821.
Miniaturformat : 8,5 × 11 cm.

Unten rechts signiert u. datiert :
„K : Kohler pinx. 1821“.

Das Blatt ist alt/etwa um 1900 (dem Unterlagepapier nach zu urteilen) auf Karton aufgezogen worden.
Vor allem die Ränder etwas fleckig, teils mit leichten Kleisterspuren.
Ein feines Blättchen, dass ursprüngl. als Stammbuchblatt gedient haben könnte.

195 EUR





Kleiner Waschgoldrahmen / Berliner Leiste, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Kleiner Waschgoldrahmen / Berliner Leiste

Lichte : 10,5 × 14 cm
Falz : 15,4 × 12 cm
Außenmaß : 19 × 15,5 cm

Feine, helle Zitronfarbe mit gleichmäßig schöner Patina.

Der Rahmen wurde offensichtl. vor einiger Zeit verkleinert, merklich nur auf der Rückseite.
Die Vorderseite mit passgenauen Gehrungsanschlüssen, rückseitig dort mit leichten Ungenauigkeiten.

48 EUR





Neugotischer Rahmen (Wasserschlagprofil) : um 1900

Neugotischer Rahmen (Wasserschlagprofil) : um 1900

Hartholz (wohl Birne o.ä.) auf Weichholz.
Schmaler Waschgoldschlips an drei Seiten.

Außenmaß : 41 × 34 cm
Falzmaß : 30,7 × 22,2 cm
Lichte : 28 × 20 cm
Schenkelbreite : 6 cm

Sollte eines der Maße 100% millimetergenau sein müssen,
dann bitte um Anfrage (v.a. bzgl. des Falzmaßes bzw. des nötigen Spielraumes,
der hier ungefähr mit 2 Millimeter gemessen ist).

Erhaltung :

Einige mäßige Kratzer bzw. Bereibungen.
Die beiden oberen Gehrungen gering geöffnet, jedoch fest/stabil.
Ca. 10 unbedeutende/unauffällige kleine Wurmlöchlein.

Stimmiger, ansprechender und auch gepflegter Gesamteindruck.

Neugotik, Gotik, Wasserschlagprofil, Profilrahmen

165 EUR





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Hagnau/Meersburg/Bodensee. - Aquarell

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Hagnau am Bodensee

Aquarell,
unten rechts signiert.

Bildmaß : 76,5 × 57 cm.
Auf schwerem, genarbten Aquarellbütten von ARCHES (mit Trockenstempel).

Das große, duftige Aquarell in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.
Mit den originalen Büttenpapierrandabschlüssen.

Hagnau, Verwaltungsgem. mit Meersburg, Daisendorf, Stetten u. Uhldingen-Mühlhofen.

#Hagnau #Bodensee #Willy Reichert #Wasserburg am Inn #Buch am Buchrain

700 EUR





Otto Miller-Diflo (1878 Hasberg/Schwaben-1949 München) : Aufgespannte Netze vor dem Haus des Fischers. - Öl auf Hartfaser

Otto Miller-Diflo (1878 Hasberg/Schwaben-1949 München) :

Aufgespannte Netze vor dem Haus des Fischers

Öl auf Hartfaser,
unten links signiert.
Rückseitig mit der (Werk-)Nummer: 288.

Bildmaß : 44 × 53,5 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung,
lediglich an den Rändern die üblichen Rahmenfalzbereibungen,
die bei einer allfälligen Rahmung (wieder) überdeckt würden.

Otto Miller-Diflo (1878 Hasberg – 1949 München),
seit 1912 regelmäßiger Aussteller im Münchner Glaspalast.

Der „Chiemseemaler“ Otto Miller-Diflo, ein Maler mit der im eigenen zürückhaltenden Farbigkeit.

220 EUR





Jakob Aures (München) : Gemälde-Rahmen (Schnitzrahmen), 1. Drittel 20. Jahrhundert

Gemälde-Rahmen (Schnitzrahmen) :

Aus der Werkstatt des Rahmenschnitzers/Rahmenbildhauers Jakob Aures in München/Sendling.

Lichte : 16 × 21,5 cm
Falz 1: 17,3 × 22,8 cm (kann herausgenommen werden)
Falz 2: 19 × 24,5
Außenmaß : 33,5 cm

Rundum in sehr schöner Erhaltung, mit Polimentgoldeinlage.

Picture Frame / Cornice / Gemälderahmen / Bilderrahmen

245 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Katzenthal im Elsaß / Blick in die Rheinebene und Schwarzwald. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : “Katzenthal im Elsaß / Blick in die Rheinebene u. Schwarzwald“

Aquarell, um 1925-1930,
unten rechts signiert : Carl Kessler / München.

Darstellung : 37 × 51 cm.

Das Aquarell (vom Künstler selbst) auf starke Pappe aufgezogen.
Rückseitig betitelt sowie als „Originalstudie“ und „unverkäuflich“ bezeichnet:

Carl Kessler hat dieses Motiv mehrfach ähnlich wiederholt,
in verschied. Bildgrößen und Farbstellungen.

Erhaltung : In der Himmelspartie schwach stockfleckig; aus der üblichen Betrachterdistanz in der spätimpressionistische Bilder angesehen werden wollen, wohl kaum störend. – Die Pappe gleichmäßig leicht konkav gebogen, herrührend von der Zugkraft verwendeten Kleisters/Leims. – Ansonsten in schöner Erhaltung, v.a. farbfrisch wie am ersten Tag.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f.

245 EUR





Zuschreibung : Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld-1964 Nürnberg) : Wohl Mainlandschaft. - Öl auf Papier/Karton

Zuschreibung :
Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld – 1964 Nürnberg)

Wohl Mainlandschaft, mit Dorf im Hintergrund

Ölstudie auf Papier/auf Karton,
ohne Signatur.

Bildmaß : 32 × 38 cm (ungerahmt).
Flüssige/summarische Studie.

Einige wenige, punktuelle Kratzer, aus dem üblichen Betrachterabstand kaum merklich.
Ingesamt in guter Erhaltung.

Nach Auskunft des Vorbesitzers wurde diese Studie aus dem verwandschaftlichen Umkreis Gradls – mit weiteren anderen Arbeiten – erworben; vor allem im sinnfälligen Zusammenhang mit diesen scheint eine Zuschreibung zwingend.

275 EUR





Zuschreibung : Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld-1964 Nürnberg) : Fränkische Stadt (?) - Öl auf Papier/auf Pappe

Zuschreibung :

Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld – 1964 Nürnberg)

Fränkische Stadt (?)
Im Vordergrund links (mit Bleistift angelegt) ein Paar unter einem Baum.

Ölstudie auf Papier,
alt auf starke Pappe aufgezogen.

Ohne Signatur.

Bildmaß : 31,5 × 38 cm (ungerahmt).

Erhaltung : In der Baumpartie oben links u. mittig kleine Kratzer;
am äußersten Unterrand Farbabrieb (würde bei einer allfälligen Rahmung vom Falz überdeckt).

Flüssiger, summarischer Farbauftrag, merklicher Firnis lediglich partiell in der Personendarstellung.

Nach Auskunft des Vorbesitzers wurde diese Studie aus dem verwandschaftlichen Umkreis Gradls – mit weiteren andern Arbeiten – erworben; vor allem im sinnfälligen Zusammenhang mit diesen scheint eine Zuschreibung zwingend.

255 EUR





Zuschreibung : Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld-1964 Nürnberg) : wohl Mainlandschaft - Öl auf Papier/auf Pappe

Zuschreibung :

Hermann Gradl (1883 Marktheidenfeld – 1964 Nürnberg)

Wohl Mainlandschaft

Ölstudie auf Papier,
alt auf starke Pappe aufgezogen.

Ohne Signatur.

Bildmaß : 38 × 31,5 cm (ungerahmt).
Flüssiger, summarischer Farbauftrag, nur teils Firnisauftrag merklich.

Die Farbstellungen in den Abbildungen treffen nicht ganz :
Die untere Himmelspartie erscheint etwas zu sehr rosa,
die Himmelsbläue v.a. oben links wirkt etwas zu grau.

Nach Auskunft des Vorbesitzers wurde diese Studie aus dem verwandschaftlichen Umkreis Gradls – mit weiteren anderen Arbeiten – erworben; vor allem im sinnfälligen Zusammenhang mit diesen scheint eine Zuschreibung zwingend.

255 EUR





[Anonymus] : Teresa von Avila (1515-1582). - Öl auf Leinwand, 18. Jahrhundert

[Anonymus] :

Teresa von Avila (1515-1582)

Öl auf Leinwand, 18. Jh.

99 × 88 cm, ungerahmt.

Die spanische Mystikerin und Gründerin des Ordens der Unbeschuhten Karmelitinnen
in jugendlichem Alter, in Ordenstracht und mit den ihr zugehörigen Attributen.

Teils unwesentliche Farbabreibungen, feiner Altersschmelz.

350 EUR





Heinrich Schlitt (1849 Bieberich am Rhein - 1923 München) : Skizzenbuch

Heinrich Schlitt (1849 Bieberich am Rhein-1923 München) :

Skizzenbuch

Auf dem ersten Blatt (unten links) bezeichnet : Heinrich Schlitt,
letztes Blatt oben : Kl. Bockenheimerstr. 3a, I.

Leinen (angestaubt), 13 × 17 cm,
mit etwas mehr als 60 Skizzen (auf 37 Blättern),
ein Blatt wurde (von ihm selbst?) herausgetrennt.

Oft ganzseitig mit Bleistift ausgeführt,
nicht wenige freilich auch, wie üblich, nur mit flüchtigen/kurzen Notaten.

Einige Blätter in Tusche.

Skizziert sind Soldaten, bürgerl./bäuerl. Typen, Interieurs/Schenken,
Maler vor der Staffelei, Anatomien u.a.

Der v.a. als Maler von Zwergen Berühmtheit erlangte H. Schlitt
hier ohne auch nur ein einziges Motiv dazu!

Vita : “Schlitt, Heinrich, Maler u. Illustrator in München, *21. 8. 1849 Biebrich-Mosbach. Schüler von W. Lindenschmit. Stellte bis 1917 in München aus. – Gnomenfries (München, ehem. Palais des Prinzen Leopold); Der Gnom als Maler (Wiesbaden, Gem.-Gal.). Dekor. Malereien (Siegeszug des Gambrinus) im Ratskeller des Münchner Rathauses. Lit.: Kutschmann, Gesch. d. dtsch. Illustr., 1899, II 415. – Boetticher, Malerwerke d. 19. Jh., 11/2 (1901). – Ztschr. f. bild. Kst, N. F. 30 (1918/19) 61 (Abb.).” (Thieme-Becker).

Ausführlich ein Wikipedia-Artikel : Heinrich Schlitt“.

195 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Das Tränende Herz (Herzerlstock). - Öl auf Hartpappe

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Das Tränende Herz (Studie)

Öl auf Hartpappe,
nicht signiert, jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel.

Wohl um 1925-1935.
Bildmaß : 60 × 49 cm (ungerahmt).

Erhaltung :
Vor allem in der Bildmitte Bereibungen,
teils handelt es sich wohl auch um Auslassungen,
die dem raschen Arbeiten geschuldet sind.

„Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis), auch Zweifarbige Herzblume, Herzerlstock, Flammendes Herz oder Marienherz genannt, ist die einzige Art der Gattung Lamprocapnos Endl. der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und eine beliebte Zierpflanze. Sie ist Giftpflanze des Jahres 2017 (Wikip.)

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

115 EUR





Franz Klemmer (1879 Fischenich-1964 Anzing) : Pfünz im Altmühltal (bei Eichstätt). - Ölstudie, 1923

Franz Klemmer (1879 Fischenich-1964 Anzing) :

Pfünz im Altmühltal

Ölstudie auf Papier/Pappe, 1923.

Ohne Signatur; die Autorenschaft darf dennoch als gesichert gelten.
Die für ihn typ. neusachliche Auffassung, die farblich zurückhaltende, „trockene“ Malweise
sowie das zeitl. Zusammenfallen mit Auftragsarbeiten in nächster Umgebung lassen keinen Zweifel.

Darstellung : 41 × 61 cm.
Rahmen : 52 × 72 cm.
Polimentvergoldung, offensichtlich aus jüngerer Zeit (ohne Patinierung),
teils merkliche „Gebrauchsspuren“.

Die Malfläche ein wenig berieben sowie mit Flüchtigkeiten, wie für Studien üblich.
Linker und rechter Rand angestückt/erweitert (vom Künstler selbst).

1923 und 1927 schuf Franz Klemmer die Deckengemälde der Kirchen Walting und Inching (die Nachbardörfer von Pfünz).
Den Auftrag erhielt er durch die Vermittlung des Architekten Heinrich Ullmann.
So dürfte vorlieg. Studie eine „Nebenarbeit“ zu diesem Auftrag gewesen sein.

Vor 18 Jahren konnten wir ein Gemälde Klemmers vermitteln,
das eine ganz durchgeführte Arbeit mit einer Pfünz-Ansicht darstellte.

Biogramm : „Klemmer, Franz, Maler in München, geb. 24.11.1879 in Fischenich bei Köln a. Rh., kam mit 17 Jahren in die Lehre zu dem Kölner Kirchenmaler Joh. Osten, besuchte seit 1906 die Münchner Kunstgewerbe-Schule unter Wahler u. L. v. Langenmantel, hierauf die Münchner Akad. als Schüler H. v. Habermanns u. kurze Zeit auch K. J. Becker-Gundahls. Ließ sich in Dachau nieder und debütierte 1913 in der Münchner Secession mit einigen Landschaften. 1914/18 stand er im Felde an der Westfront. Die dort entstandenen farbigen Zeichnungen u. Aquarelle (Soldaten, Schützengräben, Ortschaften an der Front darstellend) fanden wegen ihrer schlichten Naturwahrheit u. Sachlichkeit schnell Beachtung. Beispiele in der Graph. Samml. in München, im Schles. Mus. in Breslau, in der Hamburger Kunsthalle u. in der Galerie der Münchner Secession. Seitdem betätigt K. sich vor allem als Kirchenmaler (Fresken in der Kirche zu Feucht bei Nürnberg: Taufe Christi; Christus u. Nikodemus; Kreuzigung; Inching bei Eichstätt: Schutzmantelbild, St. Sebastian, Engelsbild, 2 Szenen aus der Legende des hl. Willibald; Eibach bei Nürnberg: Abendmahl, Jüngstes Gericht) und beschickt mit zahlreichen Landschaften (Ölgem. u. Studienbl.) die Ausst. im Glaspalast. Für die bayer. Staatssamml. wurden erworben die Landschaften „Quelle“ (GI, 1923) u. „Föhrde bei Hadersleben“ (OI, 1925), für die dort. Secessionsgal. eine „Landschaft im Altmühltal“ (OI, 1924). 1926 wurde K. zum Professor ernannt u. mit der Leitung des Ateliers für kirchl. Malerei an der Münchner Akad. betraut. Die Kunst, XXXI (- Kst f. Alle, XXX), 1915 p. 424, 432 (Abb.). – Der Cicerone, VII (1915) 335. – Die christl. Kunst, XXII (1925/26) 145. – Ausst.-Kat.: Münchener Secession, 1913 (Frühjahrsausst.), 1914 (Frühjahrsausst.), 1915 (mit Abb.), 1916; Münchener Glaspalast (Gruppe Secession): 1920, 21, 22, 24 (mit Abb.), 25, 26. – Mitteil. des Künstlers.“ (Thieme-Becker, Bd. 20, S. 473)

Weitere Literatur : Ludwig, H. (Hg.), Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst, Bd.5, S. 476 f. (mit Abb.).
Mader, F., Bez.-Amt Eichstätt (Die Kunstdenkmäler v. Mittelfranken), S. 140 u. 340.

550 EUR





Gemälde-Ankauf : Kunsthandel Joseph Steutzger (seit 1982)

Alte Meister & Kunst 20. Jahrhundert
Ankauf – Verkauf – Kommission

Wir freuen uns über Ihren Anruf – jederzeit :

Telefon 08124-910 330

Mobil 0160 – 99 55 88 00

Für WhatsApp einfach hier anklicken.

Selbstverständlich auch gern Nachricht via Email : joseph@steutzger.de





ZUSCHREIBUNG : Feri / Ferdinand Schwarz (1869 Moskau-1923 Wien) : Locarno / Tessin. - Zwei Ölstudien, 1918

Zuschreibung : Feri (Ferdinand) Schwarz 1869 Moskau – 1923 Wien)

Locarno/Tessin : Weiden und Rebstöcke im Schnee

2 Ölstudien,
jeweils Öl auf Malpappe.

Das kleinere Bild unsigniert, die größere Darstellung
unten links signiert, datiert und ortsbezeichnet :
“F. Schwarz 1919 / Locarno” (die Ortsbez. unterhalb des Rahmenfalzes).

Bildmaße : 27 × 20,5 cm und 22 × 16 cm
In schmalen, älteren Blattgoldrahmen (v.a. die Gehrungen mit deutl. Altersspuren).

Zwei feine Kunststücke in schöner Erhaltung.

Die Signatur erinnert sehr an Ferdinand Schwarz, genannt Feri Schwarz (1869 Moskau – 1923 Wien), vgl. Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts (F. Schwarz, eigentl. ein Aquarellist; die stark graphische Auffassung, die sich in den beiden kleinen Gemälden ausdrückt, läßt aber die Autorenschaft von Feri Schwarz nicht unwahrscheinlich erscheinen).

750 EUR





Georg Werle (1866 München 1935) : Altar aus der Serviten-Kirche in Rattenberg (Tirol/Bez. Kufstein). - Gouache, 1906

Georg Werle (1866 München 1935) :

“Altar aus der Servitten-Kirche in Rattenberg” (Inntal /Tirol)

Gouache auf Papier auf Pappe, signiert und datiert : 1906.
Rückseitig mit Klebezettel : “Ausstellerverband Münchner Künstler (E.V.).

Bildmaß : 65,5 × 48,5 cm, ohne Rahmen.

Erhaltung : An der Unterkante mit Wasserrand,
teils etwas berieben und andere kleinere Altersspuren.
Stimmiger Gesamteindruck.

Vita : “Werle, Georg, Maler, *30. 3. 1866 München, Schüler von J. Herterich u. W. v. Diez. Dreßler’s Ksthandbuch, 1930/II. – Kat. Glaspalast-Ausst. München, 1906; 1907; 1908. – Kat. Ausst. Münchner Kstlergenoss., 1925 (m. Abb.). (s. Thieme-Becker 35, 1942).

SW : Bettelorden, Marienverehrung, Mariologie

165 EUR





Bruno Grosse (1892 Neu-Ulm-1976 Heilbronn) : Bei Oberau (Berchtesgaden). - Öl/Leinwand, 1948

Bruno Grosse (1892 Neu-Ulm-1976 Heilbronn) :

“(B)ei Oberau / Berchtesgaden)”

Öl auf Leinwand,
unten rechts monogrammiert und datiert (19)48.
Rückseitig Atelieretikett (mit Adresse) sowie ortsbezeichnet.

Bildmaß : 51 × 61 cm, ungerahmt.

Das Gemälde in schöner, geradezu unberührter Erhaltung.
Alterspuren auf der Leinwandrückseite, jedoch ohne jeden Einfluss auf die Malfläche
Vielleich würde für manchen Geschmack ein etwas stärkerer (gänzender) Firnis das Bild steigern, wir meinen, so wäre es gut.

Biogramm : „Stud.: 1910-14 ABK München bei Heinrich von Zügel (1913/14 jeweils Preis). Lernt hier vermutlich Alfred Kubin kennen, mit dem er später im Briefwechsel steht. 1914-19 Kriegsdienst (u.a. Pilot) und -gefangenschaft. 1919 Mitbegr. des Künstlerbundes Heilbronn (1951-53 1. Vors.). Ab 1920 Kunsterzieher ebd.; 1934 Ausst.-Verbot. 1938-45 erneut Kriegsdienst und frz. Gefangenschaft, während der 1945 in Cherbourg die Radierfolge Gefangenschaft mit Szenen zum Lagerleben entsteht. 1946-57 wieder Kunsterzieher in Heilbronn. Lebt danach freischaffend in Weinsberg mit wiederholten Aufenthalten in Murrhardt und unternimmt zahlr. Malreisen nach Italien, auch nach Österreich, Jugoslawien (1972). – G. widmet sich fast ausschl. der Lsch. und ist in der trad. Lsch.-Malerei des Schwäbischen Impressionismus verwurzelt. Er beginnt im Gefolge des Münchner Kreises um Zügel in schweren, dunklen Brauntönen und gelangt auf Reisen nach Paris (1932) und Südfrankreich zu warmen und hellen Farben und großzügigen, lockeren Formen, Tendenzen, die nach einer Schwedenreise (1935) und späteren Italienreisen (ab 1953) weiter zunehmen. Seine Gem. erfassen das Atmosphärische der Landschaft. Trotz aller Dynamisierung der Darst. mit schimmernden und schwingenden Tönen strahlen die Lsch., Motive rund um das Mittelmeer sowie aus der Heilbronner und Murrhardter Umgebung, eine klare, fast erhabene Ruhe aus. Im malerischen Spätwerk ab ca. 1960 tendiert G. zu Blau und Violett.“ (Vollmer II, 1955, 318).

Oberau, seit 1972 ein Ortsteil des Marktes Berchtesgaden.

195 EUR





Walter Lederer (1923 Schönbach/bei Asch/Sudetenland-2003 in Übersee/Chiemsee) : Kinder mit Schlitten in der Winternacht. - Öl/Malplatte, 1952

Walter Lederer (1923 Schönbach/bei Asch-2003 in Übersee/Chiemsee) :

Kinder mit Schlitten in der Winternacht

Öl auf Malplatte,
unten links monogrammiert und datiert : W.L (19)52.

Gemälde und Rahmen in schöner/unberührter Erhaltung.
Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1946,
Studium an der Münchner Akademie der Bild. Künste bei Willi Geiger;
folgt seinem Lehrer nach Übersee, an den Chiemsee.
Bereits ab 1949 Ausstellungsbeteiligung an den Jahresausstellungen im Haus der Kunst München.

Über den Künstler ausführlich : www.walter-lederer.de

375 EUR





Zuschreibung : Franz Serafin Kreißl : Kloster Hohenfurth (Vyšší Brod) an der Moldau (Böhmen). - Aquarell, 2. Hälfte 19. Jh.

Zuschreibung : Franz Serafin Kreißl

Kloster Hohenfurth an der Moldau (Böhmen)

Vyšší Brod

Aquarell auf kräftigem Papier.

Ohne Bezeichnung,
2. Hälfte 19. Jahrhundert

Bild : 9 × 13 cm
Unterlage : 11,5 × 14,5 cm
Rahmen : 24 × 28 cm

In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.

Das Aquarell unter Glas alt gerahmt.
(Das Bild minimalst nicht passgenau im Rahmenausschnitt).

Der Rahmen aus der Zeit um 1900.
(Zwei Gehrungen etwas geöffnet (links ob./recht u.), geringe Bestoßungen/v.a. seitlich sichtabgewandt).

Das Aquarell fest auf eine Unterlage montiert.
Die Montage, von der Unterlagenpappe her zu schließen,
erfolgte in jüngerer Zeit.

Auf der Rahmenabdeckung Klebezettel (handschriftl. u. Schreibmaschine) :
„Hohenf…ert“ 1853 Franz Serafin Kreißl“

125 EUR





[Anonymus] : Blasphemische/surreale Szenerie in Kirchenraum. - Mischtechnik, wohl 1979

[Anonymus] : Blasphemische / surreale Szenerie in Kirchenraum

Mischtechnik auf Büttenpapier,
unten rechts (unleserlich) signiert und datiert, wohl ’79.

Dem Blatt liegt ein hanschriftl. Zettel mit folg.„Titel“ bei :
„Dafür könnt ihr doch nicht den Hl. Florian verantwortlich machen!“

Darstellung : 45 × 48 cm.

95 EUR





Walter Marcuse (1896-1976) : Wohl im Chiemgau. - Gouache

Walter Marcuse (1896-1976) :

Wohl im Chiemgau

Gouache über Bleistift,
nicht signiert, jedoch rückseit Nachlaßstempel.

Darstellung : 14 × 19,5 cm
Passepartout : 27 × 32 cm

Das Papier in der Himmelspartie etwas gebräunt,
insgesamt ansprechendes Exemplar.

Biogramm : Walter Marcuse (1896 Mannheim – 1976 Fosterdale/ Sullivan County), deutsch-jüdischer Maler und Grafiker, studierte ab 1920 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Illustriert das Bayerische Dekameron von Oskar Maria Graf. – Seit 1933 mit Berufsverbot belegt, flüchtet er 1940 in die USA und kehrt 1951 nach Deutschland zurück. 1952 Ausstellung seiner in Amerika entstandenen Landschaften in der Galerie Schöninger in München, nach einer 1953 unternommenen Reise durch den Chiemgau und das Neckartal endgültige Rückkehr in die USA.

Expressiver Realismus, Vertreter der sog. „Verschollenen Generation“.

85 EUR





Gustav Schröpler (1830 Lovosice/Böhmen - Ingolstadt 1901) : Ingolstadt. Ansicht über die Donau mit Soldaten des Genie-Regiments (Pioniere). - Ölgemälde über Lithographie, um 1865

Gustav Schröpler (1830 Lovosice/Böhmen – Ingolstadt 1901)

Ingolstadt. Ansicht über die Donau.
Im Vodergrund Soldaten des Genie-Regiments (Pioniere)

Ölgemälde über Lithographie, auf starke Pappe, um 1865,
ohne Signatur.

Bildmaß : 26,5 × 42,5 cm

Farbstark und zugleich fein ausgeführte Malerei über einer Lithographie von Eberhard Emminger
nach Gustav Schröpler.

Die Vorlage wird dabei vollständig von der Ölmalerei überdeckt bzw. teils eigenständig
weitergeführt; so ist die Himmelspartie gänzlich fei gestaltet. Ein zweites bekanntes Exemplar
(ausgestellt im Stadtmuseum Ingolstadt) zeigt eine dramatische Wolkenstimmung – im Gegensatz
zum freundlichen, ruhigen Himmel des hier vorliegenden Bildes. Als Ausführender kommt wohl kaum jemand anderes in Frage als Gustav Schröpler selbst.

Vgl. Hofmann/Reissmüller : Ingolstadt, Bilddokumente der Stadt 1519-1930. Ingolstadt, 1981, S. 251, Kat.-Nr. 154 sowie S. 185, Abb. 172; die dort im Ktlg. angegebene Datierung “ca. 1870”
ist vielleicht ein wenig spät angestetzt, “um 1865” dürfte näher liegen.





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Gebirgsbach bei Saalbach/Hinterglemm/Salzburger Land. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Gebirgsbach bei Saalbach (Hinterglemm)

Aquarell, nicht signiert,
rückseitig mit Nachlaßstempel.

Nicht datiert : wohl nach 1945.
Das prächtige, große Aquarell stammt aus der Spätzeit Kesslers,
in der er einige seiner früheren, beliebten Motive in einer offeneren, freieren Weise wiederholt hat.

Blattgröße : 72,5 × 50,5 cm

An der rechten Seite oben ein 1 cm langer Randeinriß der bildseitig kaum merklich ist.
Auf sehr kräftigem “Schoellers-Parole” Aquarellpapier (beinahe in Kartonstärke).
In schöner, farbfrischer Erhaltung, immer in Mappen aufbewahrt, deshalb auch farbfrisch wie am ersten Tag.

Biogramm : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr und mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayer. Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausst. im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab.

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Saalbach-Hinterglemm, Gemeinde im Pinzgau, Bundesland Salzburg, Österreich.

275 EUR





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Oil on canvas, signed

Vera Southby (verheiratet : Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Ca. 1925-1935.

Unten rechts signiert / signed lower right : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Bildmaß / Image size : 40 × 50 cm.
Rahmen / Frame : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.

750 EUR






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